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10 Millionen Euro für Weiche-Materie-Forschung

Ein neues europäisches Forschungsinfrastrukturprojekt unter Jülicher Federführung ist startklar: Im April haben die EU-Kommission und das Forschungszentrum Jülich eine Fördervereinbarung für das dezentrale Vorhaben „EUropean Soft Matter Infrastructure“ (EUSMI) unterzeichnet. Die EU-Kommission unterstützt EUSMI mit 10 Millionen Euro über vier Jahre.

In dem Projekt bündeln 15 europäische Partner ihre teilweise einzigartigen Einrichtungen zur physikalischen Untersuchung weicher Materie, zur Entwicklung und Synthese neuer Materialien und für Computersimulationen und stellen diese Infrastruktur externen Wissenschaftlern für deren Arbeit zur Verfügung. Mit Hilfe gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte soll sichergestellt werden, dass diese Einrichtungen auch in Zukunft zu den besten der Welt gehören werden.

Weiche Materie umfasst ganz unterschiedliche Substanzen, denen gemein ist, dass sie bei Raumtemperatur weich sind. Dazu gehören biologische Materialien, etwa Zellmembranen, ebenso wie künstliche, etwa Kunststoffpolymere. „Unser Ziel ist es, besser zu verstehen, wie bestimmte Eigenschaften der weichen Materie entstehen und wie sich gewünschte Eigenschaften maßschneidern lassen“, erläutert Prof. Dr. Jan Dhont, Direktor am Institute of Complex Systems, der das Projekt gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dr. Peter Lang koordiniert. „Wegen der hohen Komplexität der weichen Materie sind dazu vielfältige Methoden und Instrumente nötig und eine interdisziplinäre Herangehensweise von Vorteil. Diese bietet bzw. fördert EUSMI.“

 

EUSMIKarte der beteiligten Partner: Im EUSMI-Projekt stellen 15 europäische Forschungseinrichtungen und Unternehmen ihre Forschungsinfrastruktur zur Nutzung durch die Partner bereit, weitere acht tragen mit anderer Expertise bei.
Copyright: Walbert Visuelle Kommunikation, Aachen


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