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Nachwuchsforscher erhält Preis für herausragende Doktorarbeit

01. März 2011

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Dr. Dmitry Fedosov vom Jülicher Institute of Complex Systems erhält für seine Doktorarbeit über die Computermodellierung weicher Materie und der Strömung von Blut den Nicholas Metropolis-Preis. Die Amerikanische Physikalische Gesellschaft (American Physical Society, APS) vergibt die Auszeichnung für herausragende Doktorarbeiten auf dem Gebiet der computergestützten Physik einmal pro Jahr. Fedosov erhält den Preis, der mit 1.500 $ sowie einer Vortragseinladung zur März-Tagung der APS in Dallas belohnt wird, während dieser Tagung überreicht.


Im Rahmen seiner Doktorarbeit verbesserte Fedosov ein physikalisches Modellsystem für rote Blutkörperchen und entwickelte einen Algorithmus, der Strömungsmodellierungen über einen größeren räumlich-zeitlichen Bereich möglich macht. Dadurch können Faktoren, wie Adhäsionskräfte oder die Blutgerinnung, stärker berücksichtigt werden, was zu realistischeren Ergebnissen führt. Das Modellsystem kann für quantitative Vorhersagen der Blutströmung genutzt werden, zum Beispiel bei Krankheiten wie Malaria oder der Erbkrankheit Sichelzellenanämie, die die biophysikalischen Eigenschaften roter Blutkörperchen verändern. Ein weiterer möglicher Einsatzbereich liegt in der Entwicklung von Mikrofluidiksystemen („Lab-on-a-chip“).


Fedosov ist gebürtiger Russe und führte seine Doktorarbeit an der Brown University in Providence in den USA durch. Seit 2010 arbeitet er als Postdoc am Institut Theorie der Weichen Materie und Biophysik (ICS-2 / IAS-2).


Weitere Informationen:
Institut Theorie der Weichen Materie und Biophysik (ICS-2 / IAS-2):
http://www.fz-juelich.de/ics/ics-2/DE/


Über Dmitry Fedosov:
http://www.fz-juelich.de/ics/Fedosov_D


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