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Erfolgreiche deutsch-russische Forschung

21. November 2010

Dr. Yuri Divin vom IFF-8 "Mikrostrukturforschung" gehört zu einer von sechs neuen deutsch-russischen Nachwuchsgruppen, die durch das Programm "Helmholtz-Russia Joint Research Groups" (HRJRG) gefördert werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft, zu der auch Jülich gehört, betreibt das Programm gemeinsam mit der "Russian Foundation for Basic Research" (RFBR), um die Zusammenarbeit zwischen russischen Wissenschaftlern und Helmholtz-Zentren zu stärken. Divins Partner in dem Projekt "Liquid Identification by Hilbert Spectroscopy for Security Screening" ist Dr. Matvey Valerèvich Lyatti vom Kotel'nikov Institute of Radio Engineering and Electronics of Russian Academy of Sciences in Moskau.

Insgesamt wurden 23 Anträge eingereicht. Für die Auswahl der sechs besten Vorhaben wurden internationale Gutachten herangezogen. Der Förderumfang beträgt bis zu 150.000 Euro pro Jahr und Gruppe, bei einem Förderzeitraum von maximal drei Jahren.

Ziel des Programms ist es, besonders Nachwuchswissenschaftlern in Russland eine enge Kooperation mit Partnern in Helmholtz-Zentren zu ermöglichen, um Forschungsprojekte, Experimente und Expeditionen durchzuführen.

Die Gruppe um Divin und Lyatti arbeitet an der Nutzbarmachung der Hilbert-Spektroskopie für Sicherheitszwecke. Basierend auf dieser Technologie stellten die Forscher bereits 2009 in Jülich den Prototyp eines Detektors vor, der innerhalb von 200 Millisekunden zuverlässig zwischen harmlosen und gefährlichen Flüssigkeiten unterscheiden kann. Ziel des neuen interdisziplinären Projektes ist es, eine handliche Demonstrationsapparatur zu entwickeln und in Zusammenarbeit mit Dr. Wiebke Sager vom IFF-7 "Weiche Materie" eine Datenbank praxisrelevanter Flüssigkeiten aufzubauen, die neben puren Flüssigkeiten auch Mischungen sowie Emulsionen, wie sie in Kosmetika vorkommen, beinhaltet. In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sicherheitsindustrie sollen darüber hinaus auch erstmals Flüssigkeiten aufgenommen werden können, die als terrorgefährlich eingestuft sind.

d_news_2010-11-21Der experimentelle Aufbau zeigt den Prototypen des Detektors links im Bild, rechts die Lichtquelle und in der Mitte die untersuchte Flüssigkeit in einer Flasche.
Quelle:  Abbildung: Forschungszentrum Jülich




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