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Institut für Energie- und Klimaforschung

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Neue Rekorde bei Wendelstein 7-X

Am 18. Oktober 2018 ging im weltweit modernsten Kernfusionsexperiment vom Typ Stellarator - Wendelstein 7-X in Greifswald - die zweite Experimentphase erfolgreich zu Ende.

Am 18. Oktober 2018 ging im weltweit modernsten Kernfusionsexperiment vom Typ Stellarator - Wendelstein 7-X in Greifswald - die zweite Experimentphase erfolgreich zu Ende. Diese hatte die Vorbereitung der endgültigen Ausbaustufe mit wassergekühlten Wandelementen und Plasmabrenndauern bis zu 30 min zum Ziel. An der Erreichung dieses Ziels waren Jülicher Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure maßgeblich beteiligt. So gelangen mit Expertise und Technologie sowie wissenschaftlicher Experimentleitung aus Jülich einige neue Rekordergebnisse. Nach einem in Jülich entwickelten Verfahren wurde die innere Wand des Reaktors beschichtet, wodurch eine um den Faktor 3 höhere Dichte und eine höhere Reinheit des Plasmas ermöglicht wurden. Zum ersten Mal wurden Plasmabrenndauern bis zu 55 s erzeugt und damit bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit der noch ungekühlten Wand vorgestoßen. Der Nachweis des reduzierten Verunreinigungsgehalts gelang unter anderem mit in Jülich entwickelter komplexer Optik. Diese liefert Licht charakteristischer Wellenlängen aus dem Randbereich des Plasmas. Zur Auswertung der Messdaten und zur Vorhersage der Plasmaparameter speziell in Wandnähe haben Jülicher Wissenschaftler verschiedene Simulationsmodelle entwickelt. Nach dem Ende der Experimentphase werden in Jülicher Labors Wandelemente aus Wendelstein 7-X analysiert, um Aufschlüsse über die Auswirkungen des Plasmabetriebs auf diese zu untersuchen. Für die nach dem Vollausbau von Wendelstein 7-X geplante Experimentphase entwickeln Jülicher Forscher einen vielseitigen Manipulator, mit dem sowohl Messsonden als auch gekühlte Wandelemente zu Testzwecken in das Plasma gebracht werden können sowie dazugehörige Beobachtungssysteme. Damit sollen Kandidaten für künftige Reaktorwände und in Jülich entwickelte neue Wandmaterialien getestet werden.

bild_forschung_W7-X_05_11_2018_endoskop

Das Bild zeigt eine mit Jülicher Optik aufgenommene Aufnahme von in den Plasmarand injiziertem Helium. Daraus können Dichte und Temperatur am Plasmarand ermittelt werden.

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fusion@fz-juelich.de


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