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Institut für Energie- und Klimaforschung

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Vulkan Grímsvötn: Aschewolke - Messungen

Forscher nehmen Proben aus der Aschewolke

27. Mai, Jülich (dpa/fz-juelich) - Die Konzentration der Vulkanasche lag am Mittwoch rund eine Größenordnung unter dem Grenzwert von zwei Milligramm Asche pro Kubikmetern Luft, ab dem ein Flugverbot ausgesprochen wird. Das ergaben die LIDAR-Messungen der Jülicher Forscher.

Für diese Einschätzung tauschten sich die Wissenschaftler mit Kollegen aus Leipzig aus, die LIDAR-Messungen in Leipzig und Stockholm durchführen. "Wir können mit Sicherheit sagen, dass die Konzentration deutlich unter dem Grenzwert lag", sagte Dr. Cornelius Schiller vom Forschungszentrum Jülich, auch wenn die Angaben das Ergebnis einer "groben Abschätzung" seien.

Das Flugverbot vom Mittwoch halten die Wissenschaftler dennoch für gerechtfertigt. Dr. Cornelius Schiller: "Die Entscheidung beruhte auf Modellrechnungen, die möglicherweise die Konzentration der Ascheteilchen bei ihrem Eintrag in Island zu hoch vorhergesagt hatten. Andere Aspekte hingegen – etwa die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Aschewolke waren präzise. Nun gilt es mit Hilfe der Messdaten die Modelle weiter zu verbessern, um künftige Vorhersagen weiter der Realität anzunähern."


Bisherige Messergebnisse

Grimsvötn-Aschewolke über Norddeutschland am 25. Mai im Laufe des TagesGrimsvötn-Aschewolke über Norddeutschland am 25. Mai im Laufe des Tages. Die Wolke sinkt im Laufe des Tages von 3 auf 2 Kilometer, etwa der Grenze zur sog. planetaren Grenzschicht. Am 26. Mai war sie dann nicht mehr mit dem Lidar nachweisbar.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Erste Messung der AschewolkeErste Messung der Aschewolke: Die Wolke war ab 18 Uhr (24.06.) zu beobachten und zunächst in einer Höhe von 5-7 km. Später bis 25.05. früh um acht ist dann der Asche Layer auf 2,5 -3,5 km zu finden. Die Konzentration scheint aber insgesamt sehr niedrig zu sein. Das Rückstreusignal ist deutlich kleiner als beim Eyjafjallajökull.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

LIDARMit dem LIDAR-System können Forscher Höhe, Menge und Ausbreitung der Rußpartikel bestimmen und mit den Daten des Vorjahres vom Ausbruch des Eyjafjallajökul vergleichen.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

LIDARDas LIDAR, kurz für "Light detection and ranging"-System, schickt dazu einen Laserstrahl in den Himmel und analysiert den Anteil des aus der Atmosphäre zurück gestreuten Lichts. Die Wissenschaftler können so Partikel bis in eine Höhe von 15 Kilometern aufspüren.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Messflugzeug LEAR JETMessflugzeug LEAR JET, das zur Vermessung der Aschewolke über Norddeutschland zum Einsatz kommt.

Mehr Informationen

Vorhersagen in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Institut für Umweltforschung (RIU) an der Universität Köln:
www.eurad.uni-koeln.de

Die Partikelmessungen am Flugzeug werden von der Universität Mainz durchgeführt:
Uni Mainz Partikelchemie

Wissenschaftliche Ansprechpartner

Dr. Cornelius Schiller, Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-5272
c.schiller@fz-juelich.de

Pressekontakt

Dr. Barbara Schunk, Annette Stettien, Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-1841, -2388
b.schunk@fz-juelich.de, a.stettien@fz-juelich.de

Deutscher Wetterdienst - Pressestelle
Tel.: 069 8062 45 01
pressestelle@dwd.de
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