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Institut für Energie- und Klimaforschung

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Nachwuchswissenschaftler des IEK-7 ausgezeichnet

Forschungszentrum Jülich verleiht Exzellenzpreis 2013

Jülich, 17. Juni 2013 – Felix Plöger vom IEK-7 ist, gemeinsam mit Giuseppe Mercurio und Chao Zhang, einer der diesjährigen Träger des Exzellenzpreises des Forschungszentrums Jülich. Die drei Nachwuchswissenschaftler nahmen die mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstag im Forschungszentrum entgegen. Unter dem Titel "JuDocs 2013 – Karriere made in Jülich" wurden weitere 37 Doktorandinnen und Doktoranden offiziell geehrt und verabschiedet. Inhaltlich stand in der Feierstunde die Internationalität von Wissenschaft und Forschung im Mittelpunkt.

Der Exzellenzpreis wird vom Forschungszentrum seit 2009 vergeben; zur Auswahljury gehören neben vier Vertretern des Forschungszentrums vier externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Preisträger sind junge, international erfolgreiche Forscherinnen und Forscher, die zu den fünf Prozent besten Nachwuchswissenschaftlern in ihrer Disziplin gehören und mit ihren Ideen entscheidende Impulse in ihrem Forschungsgebiet geben – in diesem Jahr in der Atmosphärenforschung, der Oberflächen- und der Biophysik.

Im vergangenen Jahr wurden in Jülich insgesamt 828 Doktorandinnen und Doktoranden betreut, fast ein Drittel von ihnen kam aus dem Ausland, vor allem aus China, Russland und Indien. 2012 zählte das Forschungszentrum 860 Gastwissenschaftler aus 40 Ländern. "Das Forschungszentrum Jülich vernetzt sich immer stärker mit Partnern in aller Welt, zum Teil übernehmen wir in diesen Verbünden auch eine führende Rolle. Beides ist Voraussetzung für unsere weltweit anerkannten Spitzenleistungen und bietet Nachwuchswissenschaftlern beste Voraussetzungen für den Start in eine wissenschaftliche Karriere", hob Vorstandsvorsitzender Prof. Achim Bachem in seiner Begrüßung hervor.

Dr. Felix Plöger analysiert am Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung Transportmechanismen in der Atmosphäre und ihre Auswirkungen auf das weltweite Klima. Sein Augenmerk liegt dabei auf der oberen Troposphäre und der unteren Stratosphäre, wo er den Transport von Wasserdampf, Ozon und anderen Spurengasen untersucht.

Während seiner Doktorarbeit untersuchte Plöger den Vertikaltransport, also den Aufwärtstransport von Luftmassen, in Atmosphären- und Klimamodellen – und vereinfachte dafür wesentlich ein hochkomplexes Computermodell. Der 33-Jährige konzentrierte sich besonders auf die asiatische Monsunzirkulation, die während der saisonalen Regenzeiten entsteht. "Der asiatische Monsun setzt einen Austausch der Luftmassen zwischen den Tropen und den mittleren Breiten in Gang", erklärt Plöger. "Das bedeutet, dass sowohl die sommerliche Ozonkonzentration der Tropen als auch die Wasserdampfkonzentration in den mittleren Breiten stark durch den Monsun beeinflusst werden." Die beiden Klimazonen hängen somit stärker voneinander ab, als zuvor angenommen.

Aufbauend auf die Doktorarbeit veröffentlichte Plöger allein als Erstautor vier Beiträge. Inzwischen erfolgreich im Helmholtz-Postdoc-Programm, setzt er heute seine Forschung in Jülich fort.

Exzellenzpreis 213 - Die PreisträgerSie wurden mit dem Exzellenzpreis des Forschungszentrums Jülich ausgezeichnet: (v.l.) Giuseppe Mercurio, Felix Plöger und Chao Zhang.
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Weitere Informationen

Video: Interviews mit den Trägern des Exzellenzpreises 2013

Aachener Nachrichten: Für das Klima braucht man sehr viel Zeit (pdf)


Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel.: 02461 61 1841
e.zeiss@fz-juelich.de


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