Suche

zur Hauptseite

Institut für Energie- und Klimaforschung

Navigation und Service


Neue Erkenntnisse zur Chemie der Chlorradikalen im Ozonloch

Forscher aus Jülich und des Alfred-Wegener-Instituts in Potsdam konnten jetzt wichtige Details der Atmosphärenchemie klären, die für den Abbau von Ozon in der unteren Stratosphäre der Antarktis verantwortlich sind. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigten, durch welchen chemischen Prozess der Anteil der äußerst reaktiven Chlorradikalen in dieser Schicht der Atmosphäre hoch bleibt. Erhöhte Chlorradikale sind die eigentliche Ursache für den Abbau von Ozon. Mit den Erkenntnissen sind verbesserte Modelle der zukünftigen Entwicklung des Ozonlochs möglich. Die renommierte Fachzeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics setzte die Studie auf die Liste der „Highlights“.

Im antarktischen Frühling sind die Werte von Chlorradikalen in der Stratosphäre gleichbleibend hoch. Gleichzeitig werden aber auch große Mengen an Chlorwasserstoff gebildet – ein Prozess, bei dem eigentlich Chlorradikale abgebaut werden. Die Forscher wiesen nach, dass dahinter ein chemischer Nullzyklus steckt: Chlorradikale reagieren zunächst zu Chlorwasserstoff, der dann aber im Zyklus wieder in Chlorradikale zurückverwandelt wird.

Die Studie birgt wichtige Erkenntnisse über den chemischen Zyklus der Chlorradikalen in der unteren Stratosphäre und ihre Bedeutung für den Ozonabbau. Sie zeigen auch, dass andere Prozesse in der Atmosphäre, zum Beispiel die steigende Konzentration von Methan, von geringerer Bedeutung sind.

Originalveröffentlichung:
Rolf Müller, Jens-Uwe Grooß, Abdul Mannan Zafar, Sabine Robrecht, and Ralph Lehmann: The maintenance of elevated active chlorine levels in the Antarctic lower stratosphere through HCl null cycles. Atmospheric Chemistry and Physics,18, 2985-2997, 2018;


Servicemenü

Homepage