Suche

zur Hauptseite

Institut für Neurowissenschaften und Medizin

Navigation und Service


Neurale Korrelate des „ersten Eindrucks“

Der sogenannte “erste Eindruck” beeinflusst erheblich unsere Einstellungen und unser Verhalten gegenüber anderen Personen. Inwieweit ist aber die Art der Personeninformation ausschlaggebend dafür, wie wir zu unserem Eindrucksurteil gelangen? Mit Hilfe von fMRT wurde untersucht, ob der Eindrucksbildung, die entweder auf einer sprachlichen Beschreibung der Zielperson ( verbal ) oder auf ihrer Mimik und Gestik ( nonverbal ) basiert, qualitativ unterschiedliche Denkprozesse zugrunde liegen. In einem Experiment sollten Versuchpersonen wiederholt einen ersten Eindruck über andere Personen bilden und hatten dabei entweder eine verbale oder eine nonverbale Information zur Verfügung. Um die relevanten neuralen Mechanismen sichtbar zu machen, wurden Gehirnregionen identifiziert, deren Aktivität mit der Stärke des Eindrucks korrelierte. Die Eindrucksstärke war bei nonverbaler Information mit einem Aktivitätsanstieg in der Amygdala, bei verbaler Information dagegen mit einem Aktivitätsanstieg im Präcuneus assoziiert. Diese Befunde legen nahe, dass dem ersten Eindruck über eine Person unterschiedliche kognitive Operationen zugrunde liegen, die entweder der eher intuitiven und emotionalen Verarbeitung (bei nonverbalem Material) oder eher der expliziten und inferentiellen Verarbeitung (bei verbalem Material) zuzuordnen sind.

Übersicht über Stimulus Material und Ergebnisse der Studie

Referenz:

Kuzmanovic, B., Bente, G., von Cramon, D. Y., Schilbach, L., Tittgemeyer, M., & Vogeley, K. (2012).Imaging first impressions: Distinct neural processing of verbal and nonverbal social information. NeuroImage, in press.

Zusatzinformationen

Link zur AG Soziale Kognition


Servicemenü

Homepage