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Wechsel an der Institutsspitze

12. Mai 2015

Zum 1. April hat Prof. Dr. Dieter Richter wegen Erreichen der Altersgrenze die Leitung des Instituts für Neutronenstreuung (ICS-1/JCNS-1) abgegeben. Die kommissarische Leitung übernimmt Dr. Andreas Wischnewski.

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Links: Prof. Dr. Dieter Richter, rechts: Dr. Andreas Wischnewski
Fotos: Forschungszentrum Jülich


Prof. Dr. Dieter Richter war am Forschungszentrum Jülich seit 1989 Direktor am Institut für Festkörperforschung (IFF) und seit 2011 am Jülich Centre for Neutron Science (JCNS) und am Institute of Complex Systems (ICS). Parallel dazu hatte der studierte Physiker einen Lehrstuhl am Institut für Physikalische Chemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Sein wissenschaftliches Interesse gilt besonders der Struktur und Dynamik weicher kondensierter Materie. Für seine herausragenden Leistungen im Bereich der Polymerforschung und der Neutronenstreuung erhielt Dieter Richter zahlreiche Preise, darunter 1987 den Walter-Schottky-Preis für Festkörperforschung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, 1990 den Max-Planck-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft, 2002 den Erwin-Schrödinger-Preis des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und 2009 den Walter-Hälg-Preis der Europäischen Vereinigung für Neutronenstreuung (European Neutron Scattering Association, ENSA).

Seit den 1990-er Jahren hat Richter sich in zahlreichen Verbänden und Kommissionen der Neutronenforschung und der Großgeräteforschung engagiert. Er war Gründer und von 1994 bis 1997 erster Vorsitzender der ENSA, von 1992 bis 1998 Vorsitzender des Komitees für Forschung mit Neutronen, von 1996 bis 1998 Mitglied der Großgerätekommission des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und von 2000 bis 2003 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des European Spallation Source (ESS)-Projekts und Wissenschaftlicher ESS-Direktor.

Dieter Richter bleibt dem Forschungszentrum als Mitarbeiter erhalten und wird sich wissenschaftlich mit funktionalen Polymersystemen und dem Zusammenhang von Dynamik und Funktion von Biomolekülen befassen. Im wissenschaftspolitischen Bereich wird er im Zusammenhang mit neuen Neutronenquellen beratend tätig sein und in der Internationalen Union für Reine und Angewandte Physik (International Union of Pure and Applied Physics, IUPAP) an der Etablierung der „Soft Matter“ als eigenständiges Thema arbeiten.

Dr. Andreas Wischnewski ist seit 2011 Stellvertretender Institutsleiter des JCNS-1 und ICS-1. Außerdem leitet der Physiker die JCNS-Abteilung ESS-Instrumentierung und das ESS-Kompetenzzentrum des Forschungszentrums. Wischnewski ist seit seiner Diplomarbeit am IFF 1995 „Jülicher“. Zunächst forschte er am IFF und seit 2011 am JCNS.

In dieser Zeit war er unter anderem an das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Referat Stilllegung, Rückbau und Entsorgung kerntechnischer Versuchsanlagen, abgeordnet und von 2012 bis 2014 Projektkoordinator des Verbundprojektes „Mitwirkung der Helmholtz-Gemeinschaft und der Technischen Universität München an der Design-Update-Phase der ESS“.


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