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Helmholtz International Fellow Award für Prof. Kazuhisa Kakurai aus Japan


Preisübergabe am Forschungszentrum Jülich

04. September 2015


Der japanische Physiker Prof. Kazuhisa Kakurai von der Japanischen Atomenergiebehörde (Japan Atomic Energy Agency, JAEA) ist für seine exzellente Forschung mit dem Helmholtz International Fellow Award geehrt worden. Die Auszeichnung überreichten ihm am 4. September Prof. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums und Prof. Thomas Brückel, Direktor am Jülich Centre for Neutron Science (JCNS) und am Peter Grünberg Institut.

Mit dem Helmholtz International Fellow Award würdigt die Helmholtz-Gemeinschaft besondere Leistungen in Wissenschaft und Forschungsmanagement und festigt damit bestehende Kooperationen ihrer Zentren mit wissenschaftlichen Einrichtungen im Ausland. Die "Fellows" erhalten ein Preisgeld von jeweils 20.000 Euro und werden zu Forschungsaufenthalten an Helmholtz-Zentren eingeladen.

Der Preis war Kazuhisa Kakurai bereits im Januar zuerkannt worden. Im August hatte er seinen Forschungsaufenthalt am JCNS begonnen, zunächst an der Außenstelle des JCNS in Garching bei München. Nun begrüßten Sebastian Schmidt und Thomas Brückel den Preisträger offiziell in Jülich und überreichten ihm die Urkunde zum Preis.

Kakurai-HelmholtzHelmholtz International Fellow Prof. Kazuhisa Kakurai (rechts), Japan Atomic Energy Agency (JAEA), Japan, erhält die Preisurkunde von Prof. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums.
Copyright: Forschungszentrum Jülich


Schmidt würdigte Kazuhisa Kakurai als anerkannten Experten in der Forschung mit Neutronen, insbesondere der Anwendung von polarisierten Neutronen, z.B. für das Verständnis des Quantenmagnetismus. Darüber hinaus verfüge er über weitreichende Erfahrungen als Wissenschaftsmanager, die er zukünftig in die Kooperation mit dem JCNS einbringen werde.

An der Außenstelle des JCNS in Garching bei München betreibt das JCNS unter dem Dach des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums teils einzigartige Neutronenstreuinstrumente, die Kakurai für Untersuchungen an magnetischen Systemen mit komplexen Strukturen und an chiralen magnetischen Systemen nutzen will. Letzteres sind magnetische Systeme, die wie unsere linke und rechte Hand zwar aus den gleichen Komponenten aufgebaut sind, aber nicht in Deckung gebracht werden können und dadurch unterschiedliche Eigenschaften besitzen.

Für den Physiker ist besonders interessant, dass das JCNS eine besondere Expertise in der Entwicklung von Filtern für polarisierte Neutronen besitzt. Bei kontinuierlichen Neutronenstrahlen, wie an der Neutronenquelle in Garching, werden diese so genannten He3-Filter nur für bestimmte Messungen verwendet; für gepulste Neutronenquellen wie in Japan sind sie unerlässlich. Auf der persönlichen Ebene gebe es bereits einen langjährigen Austausch zwischen japanischen und deutschen Neutronenstreuern, so Kakurai. Diese fruchtbaren Kontakte möchte er weiter fördern.

Kazuhisa Kakurai stammt aus Tokio, Japan, und hat viele Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet. Er studierte Physik an der Ludwigs-Maximilians- Universität in München und promovierte 1984 auf dem Gebiet der Neutronenstreuung an der Technischen Universität Berlin. 1988 kehrte er nach insgesamt 25 Jahren in Deutschland nach Japan an die Tohoku Universität zurück. 2005 wurde Kakurai zunächst Gruppenleiter der Polarized Neutron Magnetism Group der JAEA und leitete später das Quantum Beam Science-Direktorat der JAEA. Die JAEA betreibt Grundlagen- und angewandte Forschung mit Neutronen, Ionen, Elektronen, Positronen und Photonen. Seit 2014 ist Kakurai Senior Consultant, was ihm mehr Freiraum lässt, um Preise wie den Helmholtz International Fellow Award und die damit verbundenen Möglichkeiten nutzen zu können.


Weitere Informationen:

Jülich Centre for Neutron Science

Heinz Maier-Leibnitz Zentrum

Japan Atomic Energy Agency (JAEA)


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