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Projektauftakt am JCNS: Internationales Netzwerk soll nachhaltigen Erfolg der Europäischen Spallationsquelle sicherstellen


15. März 2019

Das Forschungszentrum Jülich ist eine von 15 internationalen Forschungseinrichtungen, die an einem europäischen Projekt für die Europäische Spallationsquelle ESS teilnehmen, das im Januar mit einem Kick-Off-Meeting gestartet ist. Das dreijährige Programm BrightnESS2, das vom Europäischen Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 finanziert wird, strebt die langfristige Nachhaltigkeit der ESS und ihrer Nutzergemeinschaft an. Am 20. und 21. Februar beherbergte das Jülich Centre for Neutron Science (JCNS) das Auftakttreffen für eines der Arbeitspakete innerhalb von BrightnESS2, an denen das Forschungszentrum Jülich beteiligt ist. Dafür erhält das Forschungszentrum Fördermittel in Höhe von rund 250.000 EUR.

Neutron ScatteringVertreter europäischer Forschungseinrichtungen trafen sich am 20. und 21. Februar im Forschungszentrum Jülich zum Auftakt für ein Arbeitspaket im Rahmen des im Januar gestarteten europäischen Projekts BrightnESS2.
Copyright: Forschungszentrum Jülich

BrightnESS2 bringt wissenschaftliche Partner aus elf verschiedenen Ländern zusammen und basiert auf dem Projekt BrightnESS, das von 2015 bis 2018 erfolgreich durchgeführt und vom Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizon 2020, finanziert wurde. Das nun nachfolgende Projekt verlagert den Fokus von der Risikominimierung hin zur langfristigen Nachhaltigkeit der ESS und ihrer Gemeinschaft. Dies wird unterstützt von und bedingt durch eine langfristig nachhaltige und dynamische Nutzergemeinschaft in der Neutronenforschung und ein Netzwerk sich ergänzender Einrichtungen in Europa.

Neutron ScatteringIn der Werkstatt des Jülicher Zentralinstituts für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA-1) informierte sich das ESS-Management über ESS-Beiträge des Forschungszentrums.
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Mit einem Zeitrahmen von 36 Monaten und einem Budget von fast fünf Millionen Euro soll BrightnESS2 unter anderem den Zugang zu den europäischen Neutronenforschungseinrichtungen auf eine strategische und koordinierte Art und Weise für Nutzergemeinschaften von innerhalb und außerhalb Europas gewährleisten und das Management der Beiträge anderer Partner (sogenannte „In-kind contributions“) für die ESS unterstützen. An diesen beiden Arbeitspaketen ist das Forschungszentrum Jülich beteiligt.

„Ein Projekt wie die ESS mit Sachbeiträgen aus zahlreichen Ländern und im Wert von etwa 600 Millionen Euro ist mit besonderen Herausforderungen verbunden. So ist das Management auf mehr als 130 Institute verteilt, die unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen arbeiten. Preise, die Verfügbarkeit von Ressourcen, rechtliche Bestimmungen und andere Voraussetzungen variieren über die Länder. Trotzdem muss am Ende alles zusammen passen“, erläutert Dr. Andreas Wischnewski vom JCNS. Er leitet das Programmbüro am Forschungszentrum, das für die Koordination der deutschen Beiträge zur ESS zuständig ist.

„Während BrightnESS bestand unsere Hauptaufgabe darin, effiziente Kommunikations- und Verwaltungsstrukturen zu schaffen, um die Risiken zu minimieren.“ Während BrightnESS2 wird das Team um Wischnewski primär ein Dokumentationsmanagementsystem und einen Plan zur Qualitätssicherung implementieren sowie an Herausforderungen arbeiten, die die CE-Kennzeichnung und die Installation an der ESS im schwedischen Lund mit sich bringen. „Im Zentrum steht die Unterstützung des Managements der Sachbeiträge zur ESS“, erläutert Dr. Tania Claudio Weber, die im Rahmen von BrightnESS2 am JCNS arbeitet.

Weitere Arbeitspakete innerhalb von BrightnESS2 sollen das Innovationspotential der ESS steigern und strategische Partnerschaften zur Industrie fördern. Zudem soll BrightnESS2 die Position der ESS als globale Forschungsinfrastruktur stärken sowie ihren positiven sozioökonomischen Einfluss. Die beteiligten europäischen und südafrikanischen Partner sollen die weltweite Entwicklung der Neutronenforschung dadurch entscheidend voranbringen und den Europäischen Forschungssektor ausbauen.

Der Projektbeginn für BrightnESS2 kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt für die Europäische Neutronenforschung, die derzeit einem dramatischen Wandel unterworfen ist, da einige Einrichtungen das Ende ihrer Betriebszeit erreicht haben. Das Gemeinschaftsprojekt hilft dabei, die Position Europas im globalen Forschungsumfeld aufrechtzuerhalten und zusätzlich das Netzwerk von Neutronen nutzenden Forschungsinstituten zu stärken.

Weitere Informationen:

Meldung der Europäischen Spallationsquelle

BrightnESS2 Webseite

 


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