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Festkolloquium für Heiner Müller-Krumbhaar

IFF-Nachricht vom 6. Mai 2010

Ein Festkolloquium für Prof. Heiner Müller-Krumbhaar, Direktor des IFF-3 "Theorie der Strukturbildung", richtete das Institut für Festkörperforschung am 29. April aus. Das Institut ehrte damit den 66-jährigen Physiker für seine wissenschaftlichen Verdienste um die theoretische Festkörperphysik und seine langjährige Tätigkeit am IFF. Zahlreiche Kollegen aus dem In- und Ausland reisten an, um Wünsche für den bevorstehenden (Un-)Ruhestand zu überbringen.

Müller-Krumbhaar kam 1974 als Wissenschaftler an das IFF und ist nach Stationen in Pittsburgh und Hannover seit 1981 Institutsleiter des IFF-3. 2006 bis 2008 übernahm er zusätzlich die Funktion des Forschungsdirektors für Physik des Forschungszentrum Jülich und ist seit 2008 Geschäftsführer der German Research School for Simulation Sciences. An der RWTH Aachen hat er seit 1981 einen Lehrstuhl für Theoretische Physik inne. Sein Hauptforschungsgebiet ist die Theorie der Keimbildung und Musterbildung bei dendritischem Wachstum sowie Computersimulation von Modellen der statistischen Mechanik. Für seine hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten erhielt er u. a. 1979 den Walter-Schottky-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und wurde 2002 als Mitglied in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Schon früh erkannte er die Bedeutung des Supercomputings für die Wissenschaft und hat schon in den 1980-er Jahren daran mitgewirkt, dass in Jülich ein Zentrum für Supercomputing enstand, das heute zu den weltweit führenden gehört.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit engagiert sich Heiner Müller-Krumhaar seit Jahren für eine stärkere Wahrnehmung der Physik in der Öffentlichkeit und für die Modernisierung des Physikunterrichts an Schulen. Seit 1998 ist er Sprecher des Arbeitskreises "Schulphysik" der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und hat zahlreiche Veranstaltungen von Lehrern und Fachwissenschaftlern zur Verbesserung des Schulunterrichts veranlasst. 2000 war er Gesamtkoordinator des "Jahr der Physik", das gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Edelgard Bulmahn im Rahmen ihrer Initiative "Wissenschaft im Dialog" zu großem Erfolg geführt wurde, und 2002 übernahm er als Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft die Verantwortung für Public Relations. Für seine Verdienste "weit über seinen Aufgabenbereich für eine überzeugende Darstellung der Physik als Kultur- und Bildungsgut und damit auch für die Allgemeinheit" wurde ihm 2002 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Festkolloquium HMKCopyright: Fotos: Dieter Triefenbach, Forschungszentrum Jülich

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