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Herbstschule über korrelierte Elektronen 2015

Vielteilchenphysik — von Kondo zu Hubbard


20. Oktober 2015

In der Woche vom 21. bis 25. September war Jülich das Ziel von 120 Nachwuchsforschern auf dem Gebiet der stark korrelierten Materialien. In der Tradition der 2011 ins Leben gerufenen Herbstschulen über korrelierte Elektronen hatte das Programm aus 16 Vorlesungen international renommierter Wissenschaftler das Ziel, die Teilnehmer zügig an die aktuelle Forschung heranzuführen und sie so zu eigenständigem Arbeiten zu befähigen. Die diesjährige Schule erwies sich als derart attraktiv, dass die Zahl der Teilnehmer aufgrund der endlichen Kapazität des PGI Hörsaals beschränkt werden musste.

Gruppenbild Autumn School 2015Teilnehmer der Herbstschule über korrelierte Elektronen 2015
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Die von Eva Pavarini vom Institut for Advanced Simulation (IAS) und Erik Koch von der German Research School for Simulation Sciences (GRS) geleitete Schule behandelte in diesem Jahr die Vielteilchenphysik in Kondo- und Hubbard-Systemen. Die Vorlesungen behandelten die Physik schwerer Fermionensysteme und den Kondo-Effekt, analytische und numerische Techniken für Vielteilchenprobleme, die Eigenschaften des Hubbard-Modells und die Grundlagen frustrierter Spinsysteme. Das Format der Schule aus 90-minütigen Vorlesungen mit großzügiger Zeit für Diskussionen erwies sich wieder als sehr populär, gab es den Studierenden doch die Gelegenheit zum persönlichen Gedankenaustausch mit international führenden Forschern. Zudem eröffnete eine Postersitzung den Nachwuchsforschern die Möglichkeit ihre Projekte vorzustellen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Dafür war die internationale Besetzung des Teilnehmerfeldes besonders wertvoll: Neben Deutschland und der EU waren Israel, Russland, Indien, Singapur, China, die USA und Kanada vertreten.

Alle Sprecher und viele Studenten konnten durch Mittel der DFG-Forschergruppe 1346 “Dynamical Mean-Field Approach with Predictive Power for Strongly Correlated Systems” unterstützt werden. Einige der internationalen Teilnehmer konnten durch Reisemittel des Institute for Complex Adaptive Matter (ICAM) gefördert werden. ICAM stellte auch Mittel für drei der Dozenten aus Übersee zur Verfügung.

Als Vertiefungsmaterial zu den Vorlesungen bereiteten die Dozenten der Schule umfassende Vorlesungsmanuskripte vor, die als Buch gesammelt den Teilnehmern zu Beginn der Schule zur Verfügung standen. Das Buch füllt die Lücke zwischen fortgeschrittenen Lehrbüchern und der aktuellen Forschungsliteratur, was sich an der großen Nachfrage auch außerhalb der Schule zeigt. Um das Material einem möglichst großen Leserkreis zugänglich zu machen, wurde das Buch im Open Access Programm veröffentlicht:

Eva Pavarini, Erik Koch, and Piers Coleman (Eds.)
Many-Body Physics: From Kondo to Hubbard
Modeling and Simulation, Vol. 5
Verlag des Forschungszentrums Jülich, 2015
500p., ISBN 978-3-95806-074-6

Bestellung:

Verlag des Forschungszentrums Jülich

OpenAccess:

Many-Body Physics: From Kondo to Hubbard oder

Emergent Phenomena in Correlated Matter

Vorlesungsfolien und Manuskripte finden Sie hier

German Research School for Simulation Sciences


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