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Kooperation zwischen TU München und Einrichtungen der Helmholtz Gemeinschaft zur wissenschaftl. Nutzung des FRM II unterzeichnet

17. Dezember 2010

Bund fördert mit zusätzlichen 20 Millionen Euro jährlich

In Garching wurde heute eine Kooperationsvereinbarung über die gemeinsame wissenschaftliche Nutzung der Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) unterzeichnet. Partner der Vereinbarung sind die Technische Universität München und die Helmholtz-Zentren in Jülich, Geesthacht und Berlin. Zur Förderung dieser Vereinbarung stellt der Bund jährlich einen zusätzlichen Betrag von bis zu 20 Millionen Euro über eine Laufzeit von zunächst 10 Jahren zur Verfügung.

Wissenschaftsminister Dr. Heubisch begrüßte die Intensivierung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Neutronenforschung: „Mit dem FRM II in Garching hat der Freistaat Bayern in ein herausragendes Großforschungsgerät von nationaler und internationaler Bedeutung investiert. Das enorme wissenschaftliche Potenzial dieser Einrichtung kann jedoch nur gemeinsam mit starken Partnern optimal ausgeschöpft werden. Die drei Helmholtz-Einrichtungen sind solche starken Partner. Mein Dank gilt dem Bundesbildungsministerium, das sich durch die Förderung dieser Kooperation zum nationalen Rang des FRM II und zur Bedeutung der Neutronenforschung bekennt. Forschung mit Neutronen bereitet unter anderem den Weg für die Entwicklung magnetischer Materialien für die Computerspeicher von morgen, von umweltfreundlichen Reinigern für Industrie und Haushalt oder für die Stromgewinnung aus der Abwärme von Motoren, um nur drei anwendungsnahe Beispiele zu nennen.“

Die Technische Universität München bleibt weiterhin alleinige Betreiberin der Neutronenquelle. Reaktorbetrieb und universitäre Forschung werden daher auch künftig vom Freistaat Bayern mit insgesamt 25 Millionen Euro jährlich finanziert. Die wissenschaftliche Nutzung des FRM II wird zukünftig in einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen Helmholtz-Gemeinschaft und Technischer Universität München betrieben.

Die zusätzlichen Fördermittel des Bundes werden für den Bau neuer Instrumente, den Ausbau bereits bestehender Instrumente sowie die Aufstockung des technischen und des wissenschaftlichen Personals eingesetzt werden. Über den Beitrag des Bundes hinaus tragen die drei Helmholtz-Zentren aus eigenen Mitteln pro Jahr circa weitere 10 Millionen Euro zur wissenschaftlichen Nutzung des FRM II bei. Die bereits seit fünf Jahren bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem FRM II und dem Forschungszentrum Jülich, das in Garching bereits eine Außenstelle betreibt, wird mit der heute unterzeichneten Kooperationsvereinbarung fortgesetzt und auf eine neue Grundlage gestellt.


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