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Heinz-Bethge-Nachwuchspreis für Vadim Migunov

3. Dezember 2013

Der Physiker Dr. Vadim Migunov vom Peter Grünberg Institut – Mikrostrukturforschung (PGI-5) hat für seine Doktorarbeit zum Thema „Elastic properties and electronic transport in InAs nanowires“ einen Nachwuchspreis der Heinz-Bethge-Stiftung für angewandte Elektronenmikroskopie erhalten. Seine Forschungsarbeit zeigte, dass so genannte Stapelfehler – Störungen in der regelmäßigen Stapelung von Kristallebenen  –  die elastischen Eigenschaften und den Elektronentransport von Nanodrähten aus Indiumarsenid beeinflussen. Solche Halbleiter-Nanodrähte sind vielversprechendeKandidaten für eine Reihe von Anwendungen, etwa für neuartige Solarzellen, bei denen ein geringes Gewicht erwünscht ist, oder platzsparendere elektronische Schaltkreise mit guten Transporteigenschaften.

Migunovs Doktorarbeit ist eine der ersten Studien, die systematisch die Zusammenhänge zwischen den mechanischen und elektrischen Eigenschaften einzelner Nanodrähten aus Indiumarsenid, ihrer atomaren Struktur und ihrer dreidimensionalen Kristallform untersucht hat. Dazu hat der Forscher mit Hilfe von Transmissionselektronenmikroskopie und verschiedenen rastersondenmikroskopischen Methoden die Eigenschaften und Struktur der Nanodrähte gleichzeitig mit hoher räumlicher Auflösung untersucht.

Die Heinz-Bethge-Stiftung fördert Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des angewandten Elektronenmikroskopie und vergibt den mit 500 Euro dotierten Nachwuchspreis jedes Jahr für drei abgeschlossene Master-, Diplom- und Promotionsarbeiten, in deren Mittelpunkt theoretische oder experimentelle Beiträge der Mikroskopie bzw. Mikrostrukturaufklärung mittels mikroskopischer oder elektronenoptischer Techniken stehen. Eine internationale Jury wählt die Arbeiten anhand ihrer Relevanz für anwendungsorientierte Fragestellungen, der Originalität des Lösungsansatzes, ihrer Komplexität und wissenschaftlichen Qualität aus.

Zur Webseite der Heinz-Bethge-Stiftung


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