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Den physikalischen Grenzen der Datenspeicherung auf der Spur

IFF-Nachricht vom 16. Dezember 2009

Forscher aus Jülich, Kaiserslautern und den USA veröffentlichen neue Methode zur Messung schnellster magnetischer Vorgänge

Die Informationstechnik der Zukunft ist kleiner, schneller und sparsamer. Der Weg dahin könnte über Lichtpulse gehen, die nur wenige Nanometer große magnetischen Informationsbits in einen Datenträger schreiben. Laut theoretischen Berechnungen könnten solche Schreibprozesse um den Faktor 1000 schneller ablaufen als in der heutigen Technik. Experimentelle Messungen an konkreten Materialien sind jedoch äußerst anspruchsvoll. Ein deutsch-amerikanisches Wissenschaftler-Team stellt in der aktuellen Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins "Physical Review Letters" ein Verfahren vor, das sich vergleichsweise einfach mit so genannten Femtosekundenlasern in Laboren weltweit durchführen ließe. Die Wissenschaftler des Jülicher IFF-9, der Universität von Kaiserslautern sowie der University of Colorado und des National Institute of Standards and Technology in Boulder, USA, haben mit ihrer neuen Methode eine zeitliche Auflösung von nur 55 Billiardstel Sekunden (Femtosekunden oder 10-15 Sekunden) erreicht.


Originalveröffentlichung:
Den physikalischen Grenzen der Datenspeicherung auf der Spur
C. La-O-Vorakiat, M. Siemens, M. M. Murnane, H. C. Kapteyn, S. Mathias, M. Aeschlimann, P. Grychtol, R. Adam, C. M. Schneider, J. M. Shaw, H. Nembach, T. J. Silva
Phys. Rev. Lett. Volume 103, Number 25, 257402 (2009)

Links:
Pressemitteilung

IFF-9 am Institut für Festkörperforschung

TU Kaiserslautern

Universität Colorado

National Institut of Standards


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