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Jülicher Physiker setzen Kooperation mit US-Partnern fort

Memorandum of Understanding zwischen dem IKP und der Thomas Jefferson National Accelerator Facility

Das Forschungszentrum Jülich hat das Memorandum of Understanding vom 23. November 2005 zwischen dem Institut für Kernphysik (IKP) und der Thomas Jefferson National Accelerator Facility um ein weiteres Jahr verlängert. "Das Memorandum regelt", wie Dr. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstandes des Forschungszentrums Jülich, anmerkt, "die Zusammenarbeit der beiden Zentren im Rahmen des „Excited Baryon Analysis Center" im Bereich der theoretischen Kernphysik.

Das Cooler Synchrotron COSY in Jülich und weitere international führende Beschleunigerlaboratorien der Hadronenphysik führen gegenwärtig Präzisionsexperimente durch, die den Zerfall von schweren angeregten Nukleonenzuständen ("Resonanzen") vermessen. "Man hofft, durch die neuen Daten Hinweise auf die Dynamik der starken Wechselwirkung zu erhalten. Das ist ein weißer Fleck auf der Landkarte des Standardmodells", erklärt Prof. James Ritman, geschäftsführender Direktor des IKP. Die Theorie der starken Wechselwirkung liefert bisher nur im Bereich extrem hoher Energien Voraussagen, die quantitativ mit dem Experiment übereinstimmen.

"Im Energiebereich der Nukleonresonanzen fehlt uns jedoch schlicht das Verständnis", so Ritman weiter. Die neuen Daten werden in zwei Schritten analysiert: Zunächst extrahiert man aus den Daten die Massen und die Lebensdauern der Resonanzen sowie die Wahrscheinlichkeiten für den Zerfall in andere Teilchen. Im zweiten Schritt dienen diese Zahlen zur Prüfung von Theorien, wie zum Beispiel Gittersimulationen. Es hat sich herausgestellt, dass die traditionellen Methoden zur Extraktion von Resonanzparametern aus den experimentellen Daten im Bereich der schweren Resonanzen an Grenzen stoßen.

Deshalb hat die Thomas Jefferson National Accelerator Facility (USA) das Excited Baryon Analysis Center gegründet, um durch die internationale Zusammenarbeit von Theoretikern neue Methoden zur Extraktion von Resonanzparametern zu entwickeln. Der Jülicher Bereich für Theoretische Kernphysik (IKP3) unter Leitung von Prof. Ulf-G. Meißner bringt seine Entwicklungen zur Meson-Nukleon-Wechselwirkung in dieses internationale Zentrum ein.

Weitere Informationen:


Pressekontakt:

Dr. Wolfgang Schroeder
Tel. 02461 61-4403
E-Mail: wo.schroeder@fz-juelich.de


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