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Jülich-Köln: Starke Partnerschaft von Forschung und Lehre

Am "Tag der Neugier" ist Kooperation von Hochschule und Forschungszentrum ein Schwerpunkt

Jülich, 27. August 2009 – Beim diesjährigen "Tag der Neugier" des Forschungszentrums Jülich am Sonntag, 6. September, steht die Nachwuchsförderung im Mittelpunkt. Schüler und Studenten erfahren im Foyer des Großen Hörsaals, welche Chancen Jülich als starker Partner der Hochschulen für Doktoranden und Postdocs bietet.

Beispiel Köln: An der Universität lehren sechs Institutsleiter aus Jülich, unter anderem der Meteorologe Prof. Andreas Wahner. Sein Schwerpunkt ist die Erforschung der Troposphäre, derjenigen Schicht der Atmosphäre, die vom bodennahen Bereich bis zu einer Höhe von elf Kilometern reicht.

Schüler und Studenten, die sich für moderne Atmosphärenforschung interessieren, sollten am "Tag der Neugier" die Atmosphärensimulationskammer SAPHIR besuchen. In einem 20 Meter langen Teflon-Schlauch können die Forscher 300 000 Liter Luft gezielt zusammenmischen und untersuchen. SAPHIR ist auch Station beim gemeinsamen Rundgang von Nordrhein-Westfalens Innovationsminister Andreas Pinkwart, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesforschungsministerin, sowie den Rektoren der Universitäten Köln, Aachen und Düsseldorf.

Andreas Wahners Team erforscht die unteren ein bis zwei Kilometer der Atmosphäre, in der sich die Luft selbst reinigt. Dabei spielen die Hydroxylradikale eine wichtige Rolle, die viele Spurengase in der unteren Luftschicht abbauen. Diese Untersuchungen führten den Wissenschaftler bis nach China.

So beobachteten Wahner und sein Team zum Beispiel in der Luft über Südchina einen beschleunigten Schadstoffabbau in der Atmosphäre, der sich von dem bislang bekannten unterscheidet. Mit Hilfe von Simulationsrechnungen und mittels Experimenten in SAPHIR wird der neu beobachtete Mechanismus jetzt aufgeklärt.

Für Studierende und Doktoranden der Fächer Chemie, Physik, Geophysik, Meteorologie und Geoökologie bietet das Forschungszentrum Jülich gemeinsam mit der Universität zu Köln und der Bergischen Universität Wuppertal den Kompaktkurs "Atmosphärische Chemie und Dynamik" an. Ziel des Kompaktkurses vom 5. bis 9. Oktober 2009 in Jülich ist es, in die Grundlagen der atmosphärischen Chemie einzuführen und den Teilnehmern ein Verständnis für die chemischen und physikalischen Vorgänge zu geben, die den chemisch-physikalischen Zustand der Atmosphäre und dessen Sensitivität gegenüber Störungen bestimmen. Interessenten können sich am "Tag der Neugier" für weitere Informationen direkt an Andreas Wahner wenden.

Das "Jülicher Modell" an der Universität zu Köln

Nach dem "Jülicher Modell" übernehmen die Direktoren einzelner Institute eine doppelte Aufgabe. Sie leiten ihre Jülicher Forschungsgruppe und sind gleichzeitig Professor an einer der umliegenden Universitäten. So lehren insgesamt 41 Institutsleiter aus Jülich an den Hochschulen von Aachen, Düsseldorf, Köln, Bonn, Bochum, Duisburg-Essen, Münster und Wuppertal.

Neben Atmosphärenforschung arbeiten Wissenschaftler aus Jülich an der Universität zu Köln in den Bereichen Neurowissenschaften und Medizin (Nuklearchemie, Kognitive Neurobiologie) sowie Festkörperforschung (Weiche Materie) und Kernphysik. Ein Beispiel ist Prof. Peter Tass, der im Forschungszentrum einen Hirnschrittmacher gegen Parkinson und eine neuartige Therapie gegen Tinnitus entwickelte. Er arbeitet ebenfalls im Fachbereich Neuromodulation an der Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie der Kölner Uni. Ein weiteres Beispiel ist Prof. Gereon Fink, der im Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin die Arbeitsgruppe Kognitive Neurologie leitet. Er und sein Team erforschen, welche anatomischen und funktionellen Veränderungen im Gehirn hinter dem Phänomen Vergesslichkeit stecken und wie sich unser Denkorgan im Laufe seines Lebens wandelt. Fink ist auch Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Uniklinik Köln. Die Jülicher Institute der beiden Wissenschaftler sind am "Tag der Neugier" geöffnet.

Links:

Informationen und Anmeldung Kompaktkurs:
Gabriele Nork, Tel. 02461 61-4692, E-Mail: g.nork@fz-juelich.de


Pressekontakt:

Erhard Lachmann
Tel. 02461 61-1841
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de


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