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Jülich-Bonn: Starke Partnerschaft von Forschung und Lehre

Am "Tag der Neugier" ist Kooperation von Hochschule und Forschungszentrum ein Schwerpunkt

Jülich, 28. August 2009 – Beim diesjährigen "Tag der Neugier" des Forschungszentrums Jülich am Sonntag, 6. September, steht die Nachwuchsförderung im Mittelpunkt. Schüler und Studenten erfahren im Foyer des Großen Hörsaals, welche Chancen Jülich als starker Partner der Hochschulen für Doktoranden und Postdocs bietet.

Beispiel Bonn: Gemeinsam mit der dortigen Universität, der RWTH Aachen, der Universität Düsseldorf und weiteren Partnern baut das Forschungszentrum ein "Bioeconomy Science Center" auf. Das neue Zentrum will den Weg zu einem nachhaltigen Umgang mit nachwachsenden Ressourcen aufzeigen. Schwerpunkte der Forschung sind Ressourcennutzung, die Pflanze als Rohstoff-, Energie- und Nahrungslieferant, mikrobielle Biotechnologie und Verfahrenstechnik. Mit dabei ist der Umweltforscher Prof. Ulrich Schurr, der seit 2001 das Jülicher Institut für Phytosphäre leitet.

Schüler und Studenten, die sich für moderne Umweltforschung interessieren, sollten am "„Tag der Neugier" die Pflanzenversuchsanlage "PhyTec" von Schurr und seinem Team besuchen. Sein Institut ist auch Station beim gemeinsamen Rundgang von Nordrhein-Westfalens Innovationsminister Andreas Pinkwart, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesforschungsministerin, sowie den Rektoren der Universitäten Aachen, Düsseldorf und Köln.

Ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit der Universität Bonn und des Forschungszentrums ist Prof. Dieter Sturma. Der Philosoph hat seit 2007 die Professur für Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der Ethik in den Biowissenschaften an der Bonner Universität. Seit Januar 2009 ist Sturma Direktor des Jülicher Instituts für Neurowissenschaften und Medizin: Ethik in den Neurowissenschaften. Er und sein Team bearbeiten Fragen zur Ethik, die innerhalb der neurowissenschaftlichen Forschung in Jülich auftreten.

Das "Jülicher Modell" an der Uni Bonn

Nach dem "Jülicher Modell" übernehmen die in Jülich berufenen Direktoren eine doppelte Aufgabe. Sie leiten das Institut im Forschungszentrum und sind gleichzeitig Professor an einer der umliegenden Universitäten. So lehren insgesamt 41 Institutsleiter aus Jülich an den Hochschulen von Aachen, Düsseldorf, Köln, Bonn, Bochum, Duisburg-Essen, Münster und Wuppertal.

In Bonn lehren fünf Professoren aus Jülich. Prof. Rudolf Merkel zum Beispiel, der am Jülicher Institut für Bio- und Nanosysteme Biomembranen erforscht. Dabei kommen verschiedenste Techniken aus der Biophysik, physikalischen Chemie, Zellbiologie, Proteinbiochemie und Molekularbiologie zum Einsatz.

An der Graduiertenschule "Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy" lehrt Prof. Ulf Meißner, Direktor am Institut für Kernphysik des Forschungszentrums Jülich. Der Physiker leitet auch die Abteilung Theorie in dem Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik an der Uni Bonn.

Das Graduiertenkolleg mit dem Titel "Bionik – Interaktionen über Grenzflächen zur Außenwelt" läuft in Bonn mit wissenschaftlicher Beteiligung aus Jülich. Doktoranden aus Biologie, Informatik und Ingenieurwissenschaften untersuchen vor allem, wie Lebewesen über Grenzflächen wie Haut und Sinnesorgane mit ihrer Umwelt reagieren. Ein wesentliches Ziel ist es, diese biologischen Systeme – Hafteigenschaften, Infrarotsehen oder optische Orientierung – in den technischen Bereich zu übertragen.

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Pressekontakt:

Erhard Lachmann
Tel. 02461 61-1841
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de


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