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Kreistag Düren besichtigt Brennelementlager im Forschungszentrum Jülich

Jülich, 17. März 2010 - Mitglieder des Kreistags Düren haben sich gestern auf Einladung des Vorstands im Forschungszentrum Jülich über die geplante Verlagerung der Brennelemente des ehemaligen Kugelhaufenreaktors der Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor GmbH (AVR) nach Ahaus informiert. Der AVR-Reaktor wurde von 1967 bis 1988 in der Nachbarschaft des Forschungszentrums Jülich betrieben; die kugelförmigen Brennelemente des Reaktors werden derzeit in einem Lager des Forschungszentrums Jülich gelagert. Dessen Genehmigung läuft am 30.6.2013 aus.

"Sicherheit für Menschen und Umwelt hat für das Forschungszentrum Jülich Priorität", betonte der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums, Prof. Achim Bachem, vor den Mitgliedern des Kreistages Düren. Das Forschungszentrum habe deshalb frühzeitig Überlegungen angestellt, wie die Brennelemente aus dem AVR nach dem 30.06.2013 sicher zwischengelagert werden können. Die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für Strahlenschutz, habe schon zu einem frühen Zeitpunkt gegenüber dem Forschungszentrum erklärt, dass sie die Genehmigung für das Jülicher Lager nicht längerfristig oder sogar zeitlich unbegrenzt verlängern werde, sondern voraussichtlich ein Neubau erforderlich würde.

Vor diesem Hintergrund hat das Forschungszentrum Jülich verschiedene Möglichkeiten der künftigen sicheren Zwischenlagerung der Brennelemente geprüft und sich nach Zustimmung durch seinen Aufsichtsrat entschieden, als beste Option die Verlagerung ins Zwischenlager Ahaus weiterzuverfolgen. In diesem komplexen Planungsprozess über mehrere Jahre ist das Bundesamt für Strahlenschutz die Genehmigungsbehörde. Weil das Forschungszentrum keinen Einfluss darauf hat, wann und wie die Genehmigungsbehörde entscheidet, hat es vorsorglich eine Verlängerung für das Lager in Jülich beantragt. Dies wird derzeit von einem Gutachter geprüft. Damit nimmt das Forschungszentrum seine Verantwortung wahr, jederzeit für eine ordnungsgemäße und sichere Lagerung der Brennelemente zu sorgen.

Prof. Achim Bachem, der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrich Krafft und Mitarbeiter der Fachabteilungen informierten die Gäste darüber, warum das Forschungszentrum die Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus verlagern will. Ulrich Krafft: "Das Zwischenlager in Ahaus erfüllt hohe Sicherheitsstandards und hat so viel freie Kapazität, dass auch die AVR-Brennelemente dort zwischengelagert werden könnten. Zudem werden dort bereits die HTR-Brennelemente aus dem Reaktor in Hamm Uentrop zwischengelagert. Die Brennelemente aus Jülich sind gleichen Typs und in den gleichen Castoren verpackt. Das Personal ist also für den Umgang mit solchen Brennelementen auch kompetent und hat bereits einschlägige Erfahrung." Auch ökonomische Argumente würden für eine Verlagerung nach Ahaus sprechen. Jülich, das seit vielen Jahren keine Reaktorforschung mehr betreibe, müsse allein für die AVR-Brennelemente eine eigene Betriebs- und Wachmannschaft beschäftigen. Die laufenden Kosten für eine Zwischenlagerung in Ahaus seien im Vergleich viel geringer. Krafft fasste zusammen: "Eine Verlagerung nach Ahaus ist sicher und spart Steuergelder in dreistelliger Millionenhöhe."

Bei ihrem Besuch im Forschungszentrum hatten die Gäste auch die Gelegenheit, das derzeitige Behälterlager zu besichtigen. Dipl.-Ing. Rudolf Printz (3. v. r.), der Projektleiter für die Verlagerung und Leiter des Geschäftsbereichs Nuklear-Service, zeigte den Besuchern die 152 Castoren sowie die Prüf- und Kontrolleinrichtungen. Die Behälter werden unter anderem von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ständig überwacht und regelmäßig vor Ort geprüft.

kreistag_dn_abfallager_006_470_jpgBei ihrem Besuch im Forschungszentrum hatten die Gäste auch die Gelegenheit, das derzeitige Behälterlager zu besichtigen. Dipl.-Ing. Rudolf Printz (3. v. r.), der Projektleiter für die Verlagerung und Leiter des Geschäftsbereichs Nuklear-Service, zeigte den Besuchern die 152 Castoren sowie die Prüf- und Kontrolleinrichtungen. Die Behälter werden unter anderem von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ständig überwacht und regelmäßig vor Ort geprüft.
Quelle: Forschungszentrum Jülich


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