Suche

zur Hauptseite

Navigation und Service


Ergebnisse der 88. Aufsichtsratssitzung

Jülich, 16. Mai 2012. Heute hat die 88. ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats des Forschungszentrums Jülich stattgefunden. Auf der Tagesordnung standen unter anderem folgende Punkte:

1) Ein Bericht über das Energieforschungskonzept des Forschungszentrums
2) Der weitere Umgang mit den AVR-Brennelementen
3) Die Wiederbestellung zweier Vorstandsmitglieder

Über die Ergebnisse der Aufsichtsratssitzung möchten wir Sie im Folgenden gerne informieren:

1) Bericht über das Energieforschungskonzept des Forschungszentrums

Der Vorstand hat die Mitglieder des Aufsichtsrats über die Weiterentwicklung des Konzepts seit der vergangenen Aufsichtsratssitzung im November 2011 informiert.

Ziel des Konzepts ist, die Energieforschung in Jülich in der Zukunft deutlich zu stärken. Das Forschungszentrum verfügt über das Potenzial, sich in Europa zur führenden Institution auf dem Sektor „Materialsysteme für die Energieversorgung der Zukunft“ zu entwickeln. Das Zentrum möchte durch seine Kompetenzen bei der Grundlagenforschung auf dem Materialsektor dazu beitragen, den Umbau der Energieversorgung in Deutschland voranzutreiben.

Ein besonderes Augenmerk liegt daher auf der Weiterentwicklung von Expertise und Methodenkompetenzen in der Materialforschung und Elektrochemie, die als Querschnittsthemen für die Entwicklung der relevanten Energietechnologien eingesetzt werden. Jülich wird in der Helmholtz-Gemeinschaft damit eine zentrale Institution der Bundesregierung für die Forschungsbegleitung der Transformation unseres Energiesystems.

2) Weiterer Umgang mit den AVR-Brennelementen

Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich hat sich in seiner heutigen Sitzung mit dem weiteren Umgang mit den AVR-Brennelementen befasst. Am 30.06.2013 endet die Aufbewahrungsgenehmigung im Zwischenlager auf dem Gelände des Forschungszentrums.
Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich hat heute folgende Beschlüsse gefasst:

  1. "Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich bittet den Vorstand, den zur Zeit ruhend gestellten Antrag vom 29. April 2009 auf Verlängerung der Aufbewahrungsgenehmigung nach § 6 Atomgesetz für das AVR-Behälterlager am Standort Jülich um drei Jahre – bis zum 30.06.2016 – wieder aufzunehmen."
  2. "Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich beauftragt den Vorstand, zur Prüfung der rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten des vom Land NRW favorisierten Neubaus eines Zwischenlagers in Jülich auf der Grundlage eines entsprechenden Konzepts vorbereitend eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung als Grundlage für eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu veranlassen. Dieser Beschluss bedeutet keine Vorwegnahme der zwischen den Gesellschaftern noch zu erörternden Entscheidung über den längerfristigen Verbleib der AVR-Brennelemente."

Zur Einordnung:

Zu 1.) Der Beschluss des Aufsichtsrats des Forschungszentrums vom 18.11.2008, die AVR-Brennelemente ins Zwischenlager Ahaus zu transportieren, ist nach wie vor gültig. Die Wiederaufnahme des ruhend gestellten Antrags auf Verlängerung der Aufbewahrungsgenehmigung bis zum 30.06.2016 ist jedoch notwendig, um einen genehmigungslosen Zustand zu verhindern. Ein solcher genehmigungsloser Zustand droht, da der geplante Transport der AVR-Brennelemente ins Zwischenlager Ahaus nicht - wie ursprünglich vorgesehen - bis zum 30.6.2013 abgeschlossen werden kann. Ursache sind nicht abzusehende Verzögerungen im Genehmigungsverfahren für die Einlagerung der Brennelemente in Ahaus.

Zu 2.) Im Falle eines Neubaus ist eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung als Grundlage für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig, da das Gelände des Forschungszentrums von Natur- und Landschaftsschutzgebieten umgeben ist. Eine UVP umfasst die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen eines Vorhabens auf Mensch und Umwelt.

Die Beschlüsse nehmen die Entscheidung zum künftigen Verbleib der Brennelemente nicht vorweg. Hierüber werden die Gespräche auf politischer Ebene zwischen den Gesellschaftern Bund und Land NRW fortgesetzt.

3) Wiederbestellung zweier Vorstandsmitglieder

Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich hat Professor Sebastian M. Schmidt und Professor Harald Bolt für weitere fünf Jahre in ihrem Amt wiederbestellt.

Prof. Sebastian M. Schmidt ist seit 1. November 2007 Mitglied des Vorstands, er verantwortet den wissenschaftlichen Geschäftsbereich I, zu dem die Gesundheitsforschung und die Informationstechnologie gehören. Prof. Schmidts Amtszeit dauert bis zum 31.Oktober 2017.

Prof. Harald Bolt gehört dem Vorstand seit 1. Februar 2008 an. Als zuständiger Vorstand für den wissenschaftlichen Geschäftsbereich II ist er für die Aktivitäten des Zentrums in der Energie- und Klimaforschung zuständig. Seine Amtszeit dauert bis zum 31. Januar 2018.

Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums gratuliert Prof. Schmidt und Prof. Bolt zu ihrer Wiederbestellung und wünscht ihnen viel Erfolg für ihre weitere Tätigkeit.


Servicemenü

Homepage