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AVR-Brennelemente: Neue Option wird geprüft

Jülich, 6. Juli 2012. Das Forschungszentrum Jülich und seine Gesellschafter, die Bundesrepublik Deutschland und das Land NRW, prüfen derzeit gemeinsam mit dem amerikanischen Department of Energy (DOE) die Option, die Brennelemente aus dem stillgelegten AVR-Versuchsreaktor in das Herkunftsland des Kernbrennstoffs, die USA, zurückzutransportieren.

Erste Gespräche zwischen dem Forschungszentrum und dem DOE dazu sind positiv verlaufen. Bund und Land NRW unterstützen diese Gespräche, zumal die auch in diesem Falle notwendigen Transporte nicht mehr die weitere Zwischenlagerung in Deutschland zum Ziel hätten, sondern zur dauerhaften Verwahrung der Brennstoffe im Herkunftsland führen würden.

Das DOE hat sich grundsätzlich offen dafür gezeigt, die AVR-Brennelemente aus Jülich zu übernehmen. Diese Bereitschaft basiert darauf, dass die USA eine aktive Non-Proliferationspolitik betreiben. Dies bedeutet, dass die USA bestrebt sind, Kernbrennstoff aus anderen Ländern, der für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt wurde, in die USA zurückzuführen, um jegliche Gefahr der weiteren Verbreitung dauerhaft zu vermeiden.

Der in Jülich verwendete Kernbrennstoff stammt aus den USA. Dieser verbliebe nach der Rückführung endgültig und vollständig dort. Zur Erhärtung dieser Option sind jedoch noch weitere Erörterungen mit den USA sowie die Klärung technischer Fragen erforderlich.

Diese neue Option wird parallel zu den laufenden Maßnahmen verfolgt.

Beide Gesellschafter des Forschungszentrums haben zu dieser Pressemitteilung des Forschungszentrums gegenüber der Presse Erklärungen abgegeben.

Aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung heißt es:

"Das BMBF und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen begrüßen ausdrücklich die vom FZJ aufgegriffene Option, die Brennelementkugeln aus Jülich in das Herkunftsland (USA) des Kernbrennstoffs zurückführen. Beide werden auf politischer Ebene gemeinschaftlich jedwede Unterstützung leisten, um dieser Option zum Erfolg zu verhelfen.

Wenn es gelingt, in den anstehenden Verhandlungen alle noch offenen Fragen zu klären, könnte damit ein endgültiger Verbleib der Brennelemente in den USA erreicht werden. Eine Jahrzehnte lange Zwischenlagerung in Deutschland würde dadurch obsolet."

Für die nordrhein-westfälische Landesregierung hat Wissenschaftsministerin Svenja Schulze erklärt:

"Die Landesregierung begrüßt, dass jetzt eine neue Lösungsoption für die Lagerung der AVR-Brennelementkugeln auf dem Tisch liegt.

Das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund werden das FZJ dabei gemeinsam unterstützen, diesen Lösungsweg weiter zu verfolgen."


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