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Kernfusion beim Nachwuchs gefragt: 11. Carolus Magnus Summer School findet großen Zuspruch

Teilnehmer besichtigen das Forschungszentrum Jülich

Jülich, 4. September 2013 – 68 junge Wissenschaftler und Ingenieure aus 15 Ländern besuchen derzeit die Carolus Magnus Summer School, eine der beliebtesten und erfolgreichsten Lehrveranstaltungen zur Kernfusion in Europa. Der alle zwei Jahre abgehaltene Sommerkurs wird in diesem Jahr federführend vom Forschungszentrum Jülich organisiert und findet vom 26. August bis zum 6. September im Physikzentrum Bad Honnef statt. Auf einer Exkursion nach Jülich konnten die Teilnehmer am Dienstag das Fusionsexperiment TEXTOR sowie den Plasmagenerator PSI-2 am Institut für Energie- und Klimaforschung besichtigen.

Die Erforschung der Kernfusion zielt darauf ab, die Prozesse im Innern der Sonne nachzubilden, um so durch die Verschmelzung von Wasserstoffatomen Energie zu gewinnen. Die Technologie gilt als klimafreundliche, sichere und praktisch unerschöpfliche Energiequelle. Ihre Beherrschung ist eine enorme technische Herausforderung. So müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die es ermöglichen, das über 100 Millionen Grad heiße Plasma in der Brennkammer künftiger Fusionsreaktoren zu kontrollieren.

Die Carolus Magnus Summer School verschafft einen Überblick über experimentelle und theoretische Aspekte der Physik, die hinter dieser noch in der Entwicklung befindlichen Form der Energieerzeugung steckt. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an einen internationalen Kreis von Doktoranden und Studierenden, die in diesem Jahr unter anderem aus Australien, Korea und Indien kommen. Das 14-tägige Programm umfasst 63 Vorlesungen von 40 Wissenschaftlern mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Neben den physikalischen Grundlagen werden auch neueste Entwicklungen des Fachgebiets vorgestellt, sodass etablierte Wissenschaftler angrenzender Fachgebiete ebenfalls von der Veranstaltung profitieren.

"Auf der diesjährigen Summer School konnten wir, was die Zahl der Teilnehmer angeht, einen noch größeren Zuspruch verzeichnen als bei den zurückliegenden Veranstaltungen", erklärt Chairman Dr. Hans Rudolf Koslowski aus dem Bereich Plasmaphysik des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung. "Das kann man auch als Beleg für das gestiegene Interesse von jungen Wissenschaftlern an der Fusion nehmen, die mit der bevorstehenden Fertigstellung von ITER demnächst in die nächste Phase eingeht." ITER, wegweisendes Fusionsexperiment und der nächste große Schritt der Fusionsforschung, wird derzeit im südfranzösischen Cadarache aufgebaut. Ab 2020 soll der Fusionsreaktor erstmals im Kraftwerksmaßstab die technologische Machbarkeit der Technologie demonstrieren.

Weitere Informationen:

11th Carolus Magnus Summer School on Plasma and Fusion Energy Physics:
http://www.carolusmagnus.net/

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Plasmaphysik

Ansprechpartner:

Dr. Hans Rudolf Koslowski
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Plasmaphysik
Tel. 02461 61-5212
h.r.koslowski@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Tobias Schlößer
Tel. 02461 61-4771
t.schloesser@fz-juelich.de


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