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Elektrostatischer Deflektor aus US-amerikanischen Fermilab eingetroffen

Jülich, 18.08.2014 - Anfang August ist eine Gerätelieferung aus dem US-amerikanischen Fermilab im Forschungszentrum eingetroffen. Bei der Leihgabe handelt es sich um einen sogenannten elektrostatischen Deflektor, der ursprünglich zur Strahltrennung im ehemals stärksten Teilchenbeschleuniger der Welt, dem Hochenergiebeschleuniger Tevatron, vorgesehen war.

Experten vom Jülicher Institut für Kernphysik (IKP) testen das Gerät im Rahmen von Vorbereitungen für einen Speicherring zur Suche nach elektrischen Dipolmomenten, bei der sie mit Partnern vom Fermi National Accelerator Laboratory (FNAL) in Chicago zusammenarbeiten. Der Nachweis eines solchen permanenten elektrischen Dipolmoments, beispielsweise von Protonen, wäre ein starkes Indiz für eine Physik jenseits des Standardmodells. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhoffen sich davon eine Antwort auf die ungeklärte Frage, warum in unserem Universum so viel mehr Materie als Antimaterie anzutreffen ist.

Der Deflektor soll in Jülich für Untersuchungen zur Erzeugung möglichst großer elektrischer Ablenkfelder eingesetzt werden und eventuell auch im Beschleuniger COSY zum Einsatz kommen. Die hohen Spannungen von mindestens 10 Megavolt pro Meter sind notwendig, um den sehr kleinen EDM-Effekt sichtbar zu machen.

Elektrostatischer DeflektorElektrostatischer Deflektor: eine Leihgabe des FNAL, Chicago, USA.
Quelle: FNAL

Weitere Informationen:

Institut für Kernphysik

Zukunftsprojekt zur Suche nach permanenten elektrischen Dipolmomenten


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