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Deutsch-chinesische Klimaforschung mit Partnern aus Jülich

Jülich/Berlin, 10. Oktober 2014 – Die Helmholtz-Gemeinschaft baut ihre wissenschaftlichen Beziehungen zur Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) aus und fördert fünf deutsch-chinesische Forschungsvorhaben. An einer dieser „Helmholtz-CAS Joint Research Groups“ ist das Forschungszentrum beteiligt: Jülicher Atmosphärenforscher wollen in dem Projekt zusammen mit Partnern in Beijing und an der Universität Wuppertal den Einfluss der stark ansteigenden Treibhausgas-Emissionen in Südostasien auf das Klima untersuchen. Der Titel des Forschungsvorhabens: "Climatological impact of increasing anthropogenic emissions over Asia".

Die wachsende Bevölkerung und ein rasantes Wirtschaftswachstum belasten die Luft in Südostasien. Der Sommermonsun spielt dabei eine besondere Rolle beim Transport von Luftmassen in höhere Atmosphärenschichten: In Höhen von 10 bis 20 Kilometern entfalten Treibhausgase ihre größte Klimawirksamkeit. Um die damit verbundenen globalen Effekte beurteilen zu können, müssen ihre Transportwege genau verstanden werden.

Die deutsch-chinesische Forschergruppe will daher den Einfluss des Asiatischen Monsuns auf Kohlendioxid (CO2), Wasserdampf und Schwefelverbindungen in der Atmosphäre untersuchen. Prof. Yi Liu und sein Team am Institut für Atmosphärenphysik der CAS in Beijing werden dazu vom nächsten Jahr an mit dem chinesischen Umwelt-Satelliten TanSat global Kohlendioxid und Aerosole messen. Aufgabe der Partner an der Bergischen Universität Wuppertal ist es, Ergebnisse der Satellitenmessungen mit Messungen des Forschungsflugzeugs Geophysica zu vergleichen. Die Messergebnisse lassen dann Prof. Martin Riese und sein Team vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung in Atmosphärensimulationen mit dem ClaMS-Modell einfließen. Ein wichtiges Teilziel ist dabei, Quellen und Senken von Kohlendioxid zu bestimmen und regionale CO2-Flüsse über China zu berechnen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft und die Chinesische Akademie der Wissenschaften fördern seit 2012 gemeinsam Projekte mit einem hohen gesellschaftlichen Nutzen. Helmholtz unterstützt die auf drei Jahre angelegten Projekte mit jeweils bis zu 120.000 Euro pro Jahr aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds. Die CAS finanziert sie mit jährlich bis zu 35.000 Euro.

Weitere Informationen

Helmholtz-Gemeinschaft

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Stratosphäre (IEK-7)

Informationen zum Forschungsflugzeug Geophysica

Informationen zum ClaMs-Modell

Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel. 02461 61-1841
E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de


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