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G7-Abrüstungsexperten besuchen Forschungszentrum

Jülich, 30.01.2015. Eine Delegation hochrangiger Experten auf dem Feld der nuklearen Abrüstung, bestehend aus den Nichtverbreitungs- und Abrüstungsdirektoren der sieben wichtigsten Industrienationen der Welt (G7), hat das Forschungszentrum Jülich besucht. Die Direktoren hatten Jülich im Rahmen eines Arbeitstreffens in Aachen als Besuchsziel gewählt, um sich vor Ort über die vielfältigen Arbeiten des Forschungszentrums im Bereich der nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung zu informieren. Seit 1985 werden von Jülich aus die deutschen wissenschaftlichen Beiträge auf diesem Gebiet koordiniert. Die Überwachung von Kernmaterialien durch die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) wird mit Hilfe von modernsten, unter Jülicher Leitung entwickelten Geräten und Methoden erfolgreich unterstützt.

Im Kontext der Nichtverbreitung von waffenfähigen Kernbrennstoffen stand auch die Besichtigung des AVR-Behälterlagers, in dem die 152 Castoren mit den Brennelementkugeln aus dem 1988 abgeschalteten AVR-Versuchsreaktor lagern. Nach einer Anordnung der zuständigen Atomaufsicht muss dieses Lager schnellstmöglich geräumt werden. Die Direktoren informierten sich ausführlich über die geplante Rückführung des Kernbrennstoffs in sein Ursprungsland, die USA. Ob dieses Projekt realisiert werden kann, entscheidet sich im Sommer nach Abschluss einer Umweltverträglichkeitsprüfung in den USA. Eine solche Rückführung wäre ein wichtiger Schritt zur weltweiten Reduzierung von hochangereichertem Kernbrennstoff. Dies stünde im Einklang mit der G7-Deklaration zur Nichtverbreitung und Abrüstung sowie mit den Zielen des internationalen Gipfels zur Nuklearen Sicherheit (Nuclear Security Summit), auf die sich mehr als 50 Staats- und Regierungschefs geeinigt haben.

Die Nichtverbreitungs- und Abrüstungsdirektoren der G7-StaatenDie Nichtverbreitungs- und Abrüstungsdirektoren der G7-Staaten haben sich im Forschungszentrum Jülich über die Forschungsarbeiten zur Überwachung von Kernmaterialien und die Lagerung der AVR-Brennelemente informiert.
Copyright: Forschungszentrum Jülich


Pressekontakt:

Jochen Mohr
Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-2062
E-Mail: jo.mohr@fz-juelich.de


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