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Kleine Lebewesen, große Leistung

Vierter "Biotech Day" im Forschungszentrum

Jülich, 30. Oktober 2015 – Brot, Käse, Wein und Bier: Um sie herzustellen, nutzt der Mensch seit Urzeiten den Stoffwechsel von Mikroorganismen. Die Arbeit der kleinen Lebewesen firmiert heute unter "weißer Biotechnologie". Grund- und Feinchemikalien, Pharmazeutika und Proteine werden in großen Mengen auf biologischem Wege produziert. Welche neuen Erkenntnisse aus diesem Wissenschaftszweig vorliegen und welche Möglichkeiten für neue Produkte sich dadurch ergeben, darüber tauschten sich am Freitag beim vierten "Biotech Day" des Forschungszentrums Jülich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Vertretern der Industrie aus.

So stellte Dörthe Rother vom Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften vor, wie synthetische Enzymkaskaden ökologisch und ökonomisch sinnvoll entwickelt werden können: Durch eine geschickte Hintereinanderschaltung von Enzymen können chemische Reaktionen zur Herstellung wertvoller Moleküle effizient durchgeführt werden. Neue Forschungsergebnisse zur enzymatischen und mikrobiellen Stoffumwandlung und ihren industriellen Einsatz stellten auch Thomas Classen (Forschungszentrum Jülich), Sabine Flitsch (University of Manchester) und Dirk Weuster-Botz (TU München) vor. Oskar Zelder (BASF) präsentierte neue Produkte, die industriell mithilfe von Fermentation hergestellt werden können. Schließlich berichtete Holger Gohlke von der Universität Düsseldorf über aktuelle Forschungsergebnisse zu Prozessen, in denen Proteine mithilfe von Hitze stabilisiert werden können – zum Beispiel für die pharmazeutische Industrie.

Zur Jülicher Biotechnologie zählen neben dem IBG-1 die Institute für Molekulare Enzymtechnologie (IMET) und für Bioorganische Chemie (IBOC) der Universität Düsseldorf auf dem Campus des Forschungszentrums. Die mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Institute gehören zum „Bioeconomy Science Center“ (BioSC), zu dem sich im Jahr 2010 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Aachen, Bonn und Düsseldorf sowie des Forschungszentrums zusammenschlossen. Sie forschen gemeinsam und interdisziplinär an Themen einer umweltschonenden Ökonomie auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Im kommenden Jahr wird beim fünften „Biotech Day“ des Forschungszentrums erneut der „Christian-Wandrey-Preis“ verliehen. Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung wurde von Prof. Christian Wandrey gestiftet, der bis 2008 die Jülicher Biotechnologie leitete. Der Preis wird alle zwei Jahre für herausragende und anwendungsbezogene Diplom- oder Masterarbeiten im Bereich der Biotechnologie vergeben.

Beim vierten Jülicher "Biotech Day" tauschen sich Forscher und Vertreter der Industrie über neue Entwicklungen in der Biotechnologie aus. Beim vierten Jülicher "Biotech Day" tauschen sich Forscher und Vertreter der Industrie über neue Entwicklungen in der Biotechnologie aus.
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Weitere Informationen:

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Biotechnologie (IBG-1)
Institut für Molekulare Enzymtechnologie (IMET)
Institut für Bioorganische Chemie (IBOC)
Bioeconomy Science Center (BioSC)

Ansprechpartner:

Prof. Wolfgang Wiechert
Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Biotechnologie (IBG-1)
Tel.: +49 2461 61-5557
E-Mail: w.wiechert@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel. 02461 61-1841
E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de


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