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EU-Kommissar Günther Oettinger besucht Forschungszentrum

Jülich, 17. November 2015. Hoher Besuch aus Brüssel: EU-Kommissar Günther Oettinger hat heute das Forschungszentrum Jülich besucht. Im Jülich Supercomputing Centre (JSC) informierte sich der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft über den Beitrag des Forschungszentrums zur Weiterentwicklung des Höchstleistungsrechnens mithilfe von Supercomputern (High Performance Computing / HPC). Prof. Wolfgang Marquardt, der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums, hieß Oettinger in Jülich willkommen und gab ihm einen Überblick über die HPC-Aktivitäten und Schwerpunkte des Zentrums.

Prof. Thomas Lippert, der Leiter des JSC, demonstrierte Oettinger die Entwicklungskompetenz der Jülicher Forscher anhand des von der EU geförderten Projects "DEEP", bei dem Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam eine innovative Rechner-Architektur für künftige Supercomputer entwickelt haben. Hierbei standen eine hohe Leistungsdichte, Flexibilität und Energieeffizienz des Systems im Mittelpunkt der Arbeit der Forscher. Im Nachfolgeprojekt "DEEP-ER" wird dieser Ansatz fortgesetzt.

Nach einem Blick in die Rechnerhalle auf das Jülicher Supercomputing-Flaggschiff "JUQUEEN", einem der leistungsstärksten Superrechner Europas, warf Günther Oettinger gemeinsam mit Prof. Katrin Amunts einen Blick in das 3D-Modell eines virtuellen menschlichen Gehirns. Das Modell basiert auf 7.400 Gewebeschnitten eines einzigen Gehirns, aus denen Neurowissenschaftler aus dem Forschungszentrum unter Leitung von Katrin Amunts mittels spezieller Bildbearbeitungssoftware und dem Einsatz Jülicher Supercomputer das virtuelle Hirnmodell "BigBrain" konstruiert haben. Mit dem Modell ist es möglich, in allen drei Ebenen des Raums die komplizierte Struktur des Gehirns auf mikroskopischer Ebene zu sehen und zu verstehen. Dadurch erhoffen sich die Wissenschaftler in Zukunft wichtige Erkenntnisse für die Diagnose und Therapie altersbedingter Erkrankungen des Gehirns wie etwa Alzheimer oder Parkinson. Die Arbeit der Jülicher Forscher um Prof. Katrin Amunts auf diesem Feld ist ein zentraler Bestandteil des "Human Brain Project".

Günther Oettinger lobte die Arbeit der Jülicher Forscher und diskutierte gemeinsam mit Prof. Wolfgang Marquardt, Prof. Katrin Amunts und Prof. Thomas Lippert zum Abschluss über die deutsche und europäische Supercomputing-Landschaft mit dem Fokus auf eine noch konsequentere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Gruppenbild am Superrechner DEEPProf. Thomas Lippert (r.) und Prof. Wolfgang Marquardt (Mitte) demonstrierten EU-Kommissar Günther Oettinger (l.) die Besonderheiten des Jülicher DEEP-Rechensystems.
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Gruppenbild am Superrechner DEEPGemeinsam mit Prof. Wolfgang Marquardt (l.) und Prof. Thomas Lippert (r.) warf Günther Oettinger (Mitte) einen Blick auf das Flaggschiff der Jülicher Supercomputer, JUQUEEN.
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Pressekontakt

Jochen Mohr
Unternehmenskommunikation (UK)
Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-2062
E-Mail: jo.mohr@fz-juelich.de


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