Suche

zur Hauptseite

Navigation und Service


RWTH Innovation Award für herausragende Forschungsprojekte verliehen

Platz zwei und drei gehen an Jülicher Projekte

9. Februar 2016 - Die RWTH Aachen hat gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich am 29. Januar den diesjährigen RWTH Innovation Award verliehen. Mit dem von der Hilti Aktiengesellschaft gestifteten Preis werden herausragende Projekte der RWTH und des Forschungszentrum mit vielversprechendem Innovationspotential ausgezeichnet. Auf dem Siegertreppchen stand das Team CarboBat von der RWTH, das für seine Batterieforschung ausgezeichnet wurde. Den zweiten und den dritten Platz belegten zwei Jülicher Teams, die unterschiedliche Anwendungen der Bioelektronik bei Prof. Andreas Offenhäusser erforschen. Die Urkunden überreichte Prof. Malte Brettel, Prorektor für Wirtschaft und Industrie, im Rahmen der Veranstaltung RWTHtransparent. Insgesamt hatten sich 29 Projekte beworben.

Gruppenbild der PreisträgerProf. Malte Brettel, Prorektor für Wirtschaft und Industrie (rechts), überreichte während der Veranstaltung RWTHtransparent den Innovation Award. Der erste Platz ging an das Team CarboBat. Ebenfalls freuen konnten sich zwei Jülicher Wissenschaftlerteams vom Peter Grünberg Institut / Institute of Complex Systems. Sie kamen auf Plätze zwei und drei.
Copyright: Andreas Schmitter

1.Platz: CarboBat - umweltfreundliche Batterien

Der erste Platz mit einem Preisgeld von 5.000 Euro ging an das Team CarboBat unter Leitung von Prof. Richard Dronskowski vom Lehrstuhl für Festkörper- und Quantenchemie und Institut für Anorganische Chemie. Das Team verwendet erstmalig eine neuartige Materialklasse anorganischer Verbindungen, die so genannten Carbodiimide, als Anoden in wieder aufladbaren Batterien. Die exzellenten Eigenschaften einiger Vertreter dieser Verbindungsklasse wurden in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich und der Universität von Montpellier gefunden. Die Technologie ermöglicht einen neuartigen, enorm leistungsfähigen, kostengünstigen und vor allem ungiftigen Batterietyp.

2. Platz: Cardiac Help - Schnelle Diagnose bei Herzinfarkt

Das Team Cardiac Help aus dem Forschungszentrum Jülich unter Leitung von Dr. Svetlana Vitusevich kamen auf den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Platz. Die Technologie beschreibt eine sehr vielversprechende Entwicklung für die kardiale Point-of-Care Diagnose der patientennahen Labordiagnostik. Die Diagnose muss innerhalb von zwei Stunden nach einem akuten Herzinfarkt erfolgen. Nur in diesem Zeitraum werden Moleküle des Proteinkomplexes Troponin freigesetzt. Troponin wird als Indikator für Herzkrankheiten gesehen. Aus diesem Grund bedarf es einer Entwicklung von schnellen, zuverlässigen und extrem empfindlichen Messungsmöglichkeiten.

3. Platz: Fedorov Project - günstige Bio- und Chemosensoren

Der dritte Preis, verbunden mit 2.000 Euro, ging an das Team Fedorov Project. Es stammt ebenfalls aus dem Forschungszentrum Jülich unter Leitung von Dr. Alexey Yakushenko. Im Fokus stehen hier druckbare Sensoren auf der Basis von Nanomaterialien. Verschiedene chemo- und biosensitive Werkstoffe können gemeinsam mit leitenden Elementen, wie zum Beispiel Gold, für Messungselemente direkt aufgedruckt werden. Ziel sind druckbare Einweg-Bio- und Chemosensoren zu sehr günstigen Kosten.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der RWTH zum Innovationspreis

Peter Grünberg Institut / Institute of Complex Systems - Bioelektronik (PGI-8 / ICS-8)

Pressekontakt:

Birgit Pfeiffer
Unternehmenskommunikation
Telefon: 02461 61-9596
E-Mail: b.pfeiffer@fz-juelich.de


Servicemenü

Homepage