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Neues Projekt soll Nitratbelastung vermindern

Jülich, Oktober 2016 - Die Europäische Kommission hat Deutschland verklagt. Grund: Das Land habe es versäumt, strengere Maßnahmen gegen die Gewässerverunreinigung durch Nitrat zu ergreifen. Wissenschaftler vom Jülicher Institut für Agrosphärenforschung untersuchen, wie stark das Grundwasser und die Oberflächengewässer in unterschiedlichen Regionen Deutschlands belastet sind und woher das Nitrat kommt.

Seit 2009 nutzen sie dazu in NRW die Modelle GROWA/mGROWA-DENUZ-WEKU. Inzwischen gingen die Forscher mit dem Kooperationsprojekt GROWA+NRW 2021 an den Start, das von Prof. Frank Wendland koordiniert wird. In dem Projekt werden die Modelle weiterentwickelt und die Datengrundlagen aktualisiert. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, in NRW zielgerichtete Maßnahmen gegen die Belastungen mit Nitrat zu ergreifen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen die Modelle, um auf Landesebene zunächst die aktuellen räumlichen Belastungsschwerpunkte zu identifizieren. Dann wird ermittelt, welche Nitratmengen in einem bestimmten Gebiet ins Grundwasser und die Oberflächengewässer gelangen. Darauf aufbauend ermitteln die Forscher, wie stark der Nitrateintrag durch die Landwirtschaft vermindert werden muss, um die Ziele und Anforderungen der EG-Wasser­rahmen­richtlinie, der Nitratrichtlinie und der Meeresschutzrichtlinie zu erreichen. Dazu machen sie auch konkrete Vorschläge.

Das Projekt GROWA+NRW 2021 ist bis 2019 angelegt. Beteiligt sind neben Jülich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), der Geologische Dienst NRW, die Landwirtschaftskammer NRW und das Thünen-Institut in Braunschweig.

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)

Website des Projekts beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW


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