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Jugend-forscht-Sonderpreis: Praktikum am Institut für Kernphysik für Mathematik-Talente

Jülich, 9. Juni 2017 – Die beiden Zweitplatzierten des diesjährigen NRW-Landeswettbewerbs von "Jugend forscht", Anna Brönlund und Miriam Penners aus Neuss, können sich auf ein Praktikum am Jülicher Institut für Kernphysik (IKP) freuen. Die beiden 16-jährigen Schülerinnen der Erzbischöflichen Schule Marienberg gewannen das Praktikum als Sonderpreis für ihre mathematischen Leistungen.

In ihren Arbeiten untersuchten Brönlund und Penners Gesetzmäßigkeiten der "tropischen Geometrie". In diesem Teilbereich der Mathematik werden Rechenoperatoren ersetzt. So wird beispielsweise "plus" durch das "Maximum von" ersetzt. Auf diese Weise gelangt man zu ganz anderen Ergebnissen.

In den Sommerferien können die beiden jeweils für zwei Wochen in die experimentelle Grundlagenforschung hineinschnuppern. Ihre mathematischen Kenntnisse werden ihnen zum Beispiel bei der Auswertung von Experimenten nützen.

Ein Schwerpunkt des Praktikums wird die Erzeugung und der Nachweis von kernspin-polarisierten Wasserstoffmolekülen sein, sagt Dr. Ralf Engels, der die beiden während ihrer Zeit am IKP betreuen wird. Ziel dieser Methode ist zum Beispiel die Verkürzung von Messzeiten an Teilchenbeschleunigern und die Optimierung der Kernfusion. Dabei werden sie Instrumente und Methoden aus der Atomphysik kennenlernen, die in der Kernphysik zum Einsatz kommen. Da die beiden Schülerinnen bereits 16 Jahre alt sind, dürfen sie auch einen Blick in die Halle des Teilchenbeschleunigers COSY werfen.

Anna Brönlund und Miriam PennersMathe-Talente Anna Brönlund und Miriam Penners
Copyright: Unternehmerschaft Niederrhein

Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (sogenannte MINT-Fächer) zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Pro Jahr gibt es bundesweit mehr als 110 Wettbewerbe. Alle Teilnehmer treten bei einem Regionalwettbewerb an. Die Regionalsieger qualifizieren sich für den Landeswettbewerb und die Landessieger schließlich zum Bundesfinale.

Anna Brönlund und Miriam Penners hatten im März den Regionalwettbewerb Niederrhein gewonnen.

Weitere Informationen:

Institut für Kernphysik, experimentelle Hadronendynamik (IKP-2)
Jugend forscht


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