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Zwischenlager-Standortsuche in Jülich

Forschungszentrum und JEN suchen gemeinsam nach geeigneter Fläche

Jülich, 13. März 2019. Anlässlich der aktuellen Medienberichterstattung, z.B. am 13. März im Kölner Stadt-Anzeiger, zur aktuellen Suche nach einer geeigneten Fläche für ein mögliches neues Zwischenlager für die AVR-Brennelemente in Jülich stellt das Forschungszentrum Jülich fest:

Wir unterstützen die JEN (Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH) bei der Suche nach einem geeigneten Standort für ein mögliches neues Zwischenlager für die AVR-Brennelemente am Standort Jülich. Die JEN und das Forschungszentrum haben zu diesem Zweck eine gemeinsame Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die bereits ihre Arbeit aufgenommen hat. Die Arbeitsgruppe hat den eindeutigen Auftrag und das Ziel, ein passendes Areal ausfindig zu machen, das sowohl den Anforderungen der JEN an ein mögliches neues Zwischenlager als auch den Bedürfnissen des Forschungszentrums an eine zukunftssichere und nachhaltige Entwicklung des Forschungscampus gerecht wird.

Die gemeinsame Arbeitsgruppe von JEN und Forschungszentrum sucht daher derzeit nach einer Lösung, die den berechtigten Anliegen und Bedürfnissen beider Akteure gerecht wird. Die Arbeitsgruppe soll zeitnah zu einem positiven Abschluss gebracht werden und einen potenziell geeigneten Standort auf dem Campusgelände ausfindig machen.

Der im Jahr 2012 noch vom Forschungszentrum Jülich selbst identifizierte Standort für einen möglichen Zwischenlagerneubau wird in die Überlegungen der Arbeitsgruppe selbstverständlich mit einbezogen. Eine vorbehaltlose Überlassung des seinerzeit ausgesuchten Geländes an die JEN ist jedoch nicht möglich, da sich einige relevante Randbedingungen in den vergangenen sieben Jahren verändert haben.
So ist u.a. das Forschungszentrum gegenüber 2012 um mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen, was naturgemäß auch einen höheren Raumbedarf mit sich bringt. Zudem hat sich herausgestellt, dass die von der JEN benötigte Fläche für ein potenzielles neues Zwischenlager signifikant über den 2012 veranschlagten Flächenbedarf hinausgeht.

Im Anschluss an die Festlegung eines potenziell geeigneten Standorts muss die Fläche einer an den aktuellen Regularien und Gegebenheiten ausgerichteten Untersuchung der Umweltverträglichkeit unterzogen werden. Hieran anschließend sollen seismische Untersuchungen Aufschluss über die Erdbebensicherheit des Areals geben. Dieses Vorgehen ist unabhängig von der Lage einer potenziell geeigneten Fläche und gilt auch für den 2012 identifizierten Standort.

Zum Hintergrund:

Der Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich ist eine von drei Optionen für den künftigen Verbleib der AVR-Brennelemente, die derzeit von der JEN geprüft werden.
Weitere Informationen: https://www.jen-juelich.de/projekte/avr-brennelemente/