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Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA)

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Barrierefrei auf drei Rädern unterwegs

Rollstuhl nun mit einem elektrobetriebenen Vorsatz ausgestattet

26. Juli 2013. Der fahrradfreundliche Campus des Forschungszentrums hat einen neuen Mitfahrer: Diplom-Ingenieur Mihaly Pap vom ZEA-1. Pap ist als Leiter des Projektmanagements und Stellvertretender Institutsleiter viel im Forschungszentrum unterwegs – allerdings per Rollstuhl. Um damit auf dem Campus schneller voran zu kommen, wurde der Rollstuhl nun mit einem elektrobetriebenen Vorsatz ausgestattet. Nun kann sich Pap auf dem Gelände des Campus barrierefrei und zügig an der frischen Luft fortbewegen.

Barrierefrei auf drei Rädern unterwegsMihaly Pap mit dem neuen E-Bike-Rollstuhl, Dr. Jan Pöggeler (links) und Dr. Ghaleb Natour
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Der Elektrorad-Zusatz lässt sich mit ein paar Handgriffen an den Rollstuhl befestigen und besitzt eine handbetriebene Kurbel, die auch als Lenker dient. Sobald Pap diese dreht, springt der Motor an und unterstützt Pap bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Das Elektrorad besitzt auch viele Anpassungsmöglichkeiten über einen Bordcomputer und gewinnt beim Bremsen Strom zurück. „Das ist ein sehr ausgeklügeltes System. Ich bin bei Testfahrten sogar schon in den Bergen unterwegs gewesen“, freut sich Pap.
Ohne die ständige Ermutigung seiner langjährigen Kollegin Hildegard Kannen hätte Pap das Projekt wohl nicht umgesetzt. Außerdem bot Institutsleiter Dr. Ghaleb Natour finanzielle Rückendeckung an, falls kein externer Förderer gefunden wird. „Ich wusste, dass es aufwendig werden würde und bin froh so viele Unterstützer gefunden zu haben“, erzählt Pap enthusiastisch.

Insgesamt hat das Elektrorad 5.500 Euro gekostet. Die Rechnung übernahm schließlich die Deutsche Rentenversicherung. Beantragt hatte die Fördergelder der Beauftragte für schwerbehinderte Beschäftigte im Forschungszentrum, Dr. Jan Pöggeler mit Hilfe des Integrationsfachdienstes Düren. Von der Idee bis zur Auslieferung vergingen über neun Monate. „Es war schwierig jemanden zu finden, der sich für die Kostenübernahme bereit erklärte. Wir mussten uns durch einen Dschungel an Behörden kämpfen, von denen uns jede auf die Nächste verwies“, beschreibt Pöggeler.
„Das Elektrorad ist ein starkes Beispiel für den Einsatz des Forschungszentrums für einen barrierefreien Alltag für Mitarbeiter und Besucher mit Behinderungen auf dem Campusgelände. Außerdem gibt es der fahrradfreundlichen Initiative einen weiteren Impuls“, hebt Institutsleiter Natour hervor.


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