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Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA)

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Software soll bei Alzheimer-Diagnostik
und -Therapie helfen

Die Früherkennung von Alzheimer zu verbessern und die Wirksamkeit neuer Medikamente gegen die Demenz zu bewerten: das ist das Ziel eines gemeinsamen Projekts von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). Im Zentrum steht die Validierung des neuen Biomarkers [Fluor-18]Flubatine, der an Nikotinrezeptoren im Gehirn bindet. Der Zusammenhang zwischen einer Verminderung der Nikotinrezeptordichte und der Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Alzheimer-Demenz wird dabei genutzt. In Positronenemissionstomografie (PET)-Untersuchungen werden die Rezeptoren durch den schwach radioaktiven Biomarker sichtbar; ihre Messung kann helfen, eine Alzheimer-Demenz früh zu diagnostizieren oder den Verlauf einer Therapie zu kontrollieren.

Während die Forscher des HZDR unter Leitung von Prof. Peter Brust die Eigenschaften des Biomarkers noch genauer untersuchen, arbeiten Jülicher Wissenschaftler um Dr. Gudrun Wagenknecht parallel an einer Software, welche die Signale des Biomarkers objektiv interpretieren soll. Dazu kombinieren die Forscher die Daten aus den PET-Untersuchungen mit kernspintomografischen (MRT) Bilddaten zur Struktur des Gehirns. Mit diesen Bilddaten berechnen sie klar definierte dreidimensionale Zielstrukturen, um in diesen die Veränderungen der Rezeptordichte exakt zu messen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat das Projekt, an dem auch die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig (Leitung: Prof. Osama Sabri) und mit ABX GmbH Radeberg ein Industriepartner beteiligt sind, als zukunftsweisend ausgewählt. Sie fördert es daher in den kommenden zwei Jahren mit rund 700.000 Euro aus ihrem Validierungsfonds, der helfen soll, eine Idee schneller zur Marktreife zu führen.

Bildgebung für Alzheimer Bild1

Bildgebung für Alzheimer Bild2

Abbildung: Segmentierte Zielstrukturen für die PET-basierte Alzheimer-Diagnostik.

Weitere Informationen:

Forschungszentrum Jülich, Zentralinstitut für Elektronik
Bereich Sensorik und Signalverarbeitungssysteme
Multimodale Bildverarbeitung


Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, Institut für Radiopharmazie
Abteilung Neuroradiopharmaka


Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft



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