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Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA)

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Gloria Messflüge mit HALO beendet.

Vom 27.8.2012 bis 26.9.2012 fand die kombinierte TACTS (Transport and Composition in the Upper Troposphere/Lowermost Stratosphere) und ESMVAL (Erdsystem-Modell-Validierung) Messkampagne statt. Dabei startete das neue Höhenforschungsflugzeug HALO zu insgesamt 20 Messflügen mit dem GLORIA Instrument an Bord.

GLORIA (Gimbaled Limb Observer for Radiance Imaging of the Atmosphere) ist ein gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeltes Infrarot-Spektrometer. "GLORIA hat die Funktion einer Infrarot-Kamera. Es zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Bildpunkt ein gesamtes Infrarot-Spektrum enthält, aus dem sich viele atmosphärische Spurenstoffe ableiten lassen" (Prof. M.Riese, IEK-7). GLORIA erfasst unter anderem das Vorkommen und die Verteilung wichtiger Treibhausgase wie Ozon, Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf insbesondere im Grenzbereich zwischen der untersten Schicht der Erdatmosphäre (Troposphäre) und der darüber liegenden Stratosphäre (englisch UTLS).
„Das Experiment GLORIA ist zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Messkampagne HALO-TACTS, in der wir die Zusammensetzung der oberen Troposphäre, der untersten Stratosphäre und insbesondere die Austauschprozesse zwischen diesen beiden Atmosphärenschichten untersuchen“, erläutert Hermann Oelhaf, der das Projekt seitens des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des KIT koordiniert. „Mit GLORIA messen wir dabei Temperatur, Wolkenparameter und eine Vielzahl relevanter Spurengase in Höhen zwischen 5 und 15 Kilometern mit hoher räumlicher Auflösung. Dazu gehören beispielsweise Kohlendioxid, Methan, Ozon und Wasserdampf sowie viele Stickstoff- und Chlorverbindungen.“
Im ZEL wurden die Elektronik Komponenten zur Steuerung des Infrarot-Spektrometers sowie zur Datenerfassung und Steuerung des Gesamtsystems entwickelt. Die IDAC (Interferometer Data-Acquistion and Control unit) sowie der zentrale Steuerungsrechner (Mission Processing System) wurden dazu speziell für die harten Umgebungsbedingungen im Belly Pod bzw. der Kabine der HALO entwickelt und aufgebaut.
Zur Überwachung und Fernbedienung des Instruments wurde eine Satellitenkommunikation eingerichtet wobei verschiedene Kontrollstationen über Internet direkten Zugriff auf die Instrumentenparameter in Echtzeit haben. Der Aufbau dieser Netzwerkstruktur, auch auf den Zwischenstationen der Kampagne rund um Afrika, wurde vom ZEL maßgeblich entworfen und aufgebaut.
Die Messflüge führten die HALO rund um Afrika, zum Rand des Südpol Schelfeis und schließlich weit nördlich bis Spitzbergen. Auf den verschiedenen Zwischenstationen wurden die Messdaten gesichert und das Instrument für den nächsten Flug gewartet und vorbereitet. Diese Arbeiten als auch die Flugkontrolle von der Bodenstation in Oberpfaffenhofen wurden durch ZEL Mitarbeiter unterstützt

HALO im Hangar Kapstadt wird für den Flug zum Südpol vorbereitet HALO im Hangar Kapstadt wird für den Flug zum Südpol vorbereitet
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Die Elektronikracks in der HALO Kabine, rechts der GLORIA KontrollrechnerDie Elektronikracks in der HALO Kabine, rechts der GLORIA Kontrollrechner
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Flugüberwachung und Instrumentensteuerung von der Bodenstation Flugüberwachung und Instrumentensteuerung von der Bodenstation
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Weitere Links:

Forschungszentrum Karlsruhe - Gloria - Projekt

Erstflug von GLORIA

GLORIA Zulassungsflüge auf der HALO


Ansprechpartner : Dr. Heinz Rongen - Tel.: 02461 61 4512



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