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Forum Kunst und Forschung 2001: Peggy M. Kanacher

[10. Mai 2001]

Im Foyer der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich ist vom 18. Mai bis 15. Juni eine besondere Ausstellung zu sehen, mit der die Zentralbibliothek gleichzeitig eine neue Runde der jährlichen Kunstausstellungen im Rahmen des Forums Kunst und Forschung einleitet.

Die Zentralbibliothek präsentiert diesmal in Zusammenarbeit mit Prof. Detlev Stöver vom Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik (IWV-1) Werke der Bildhauerin Peggy M. Kanacher aus Oberzier. Außergewöhnlich an der diesjährigen Ausstellung des Forums ist, dass Peggy Kanacher neben ihren Arbeiten der letzten Jahre zusätzlich Kunstwerke vorstellen wird, die in Kooperation mit dem IWV-1 entstanden sind.

Die Idee dazu kam auf, als Peggy Kanacher bei einer Besichtigung im IWV-1 verschiedene Verfahren der Formgebung und Oberflächengestaltung kennen lernte. Die Künstlerin und die Werkstoffwissenschaftler haben sich daraufhin auf ein spannendes Experiment eingelassen: Während einer intensiven Zusammenarbeit im Vorfeld der Ausstellung wurden mehrere speziell dafür geschaffene Skulpturen im IWV-1 einer Behandlung unterzogen, die im Bereich der Werkstoffwissenschaften zur Oberflächenveredelung eingesetzt wird. Mit der Beschichtung der Oberflächen der Bronzeskulpturen durch das moderne Plasmaspritzverfahren werden hier also Kunst und Forschung auf eine besondere Weise miteinander verbunden.

Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit können nun in der Ausstellung betrachtet werden. Dabei wird anschaulich demonstriert, welche faszinierenden und überraschenden Möglichkeiten sich - ganz im Sinne des Forums Kunst und Forschung - aus dem Dialog zwischen Künstlern und Wissenschaftlern ergeben können.

Kunstfreunden ist Peggy M. Kanacher aus Oberzier längst ein Begriff. Begonnen hat sie ihre künstlerische Tätigkeit mit einem bildhauerischen Studium in Essen. Mittlerweile kann sie auf zahlreiche Ausstellungen, öffentliche Auftragsarbeiten und Kunstpreise verweisen. Ihr bevorzugtes Material ist die Bronze, und so konzentriert sich auch diese Ausstellung auf Bronzeplastiken. Wer ihre Werke bereits kennt, weiß um deren eindringliche Wirkung auf den Betrachter. Ihre Arbeiten laden zum Verweilen und Schauen ein. Ihre ausdrucksvollen Plastiken vermitteln das Gefühl von Natürlichkeit, Wärme, Intensität, Körperbewusstsein und sprühender Phantasie.

Die Ausstellung wird am Freitag, den 18. Mai um 14:30 Uhr durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Joachim Treusch eröffnet und ist bis zum 15. Juni montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr im Foyer der Zentralbibliothek für Jedermann zugänglich; es wird nur ein Personalausweis für den Zugang zum Gelände des Forschungszentrums benötigt. Für die musikalische Untermalung bei der Vernissage konnte der Jazzpianist Christian Bleiming gewonnen werden. Wie bei den bisherigen Ausstellungen unter dem Motto "Kunst und Forschung" wird auch in diesem Jahr ein Kunstkatalog mit den Arbeiten der Künstlerin präsentiert, in dem zudem die Verfahren bei der Herstellung der Bronzeskulpturen und der Oberflächenveredelung durch das Plasmaspritzen anschaulich beschrieben werden. Der Katalog ist in der Zentralbibliothek erhältlich.


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