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Messflüge über dem Stetternicher Forst

Atmosphärenforscher starten luftchemische Messkampagne

[24. Juni 2002]

Ab Mittwoch, 26. Juni, wird über dem Stetternicher Forst und angrenzenden Gebieten ein Motorflugzeug in einer Höhe von 50 Metern für meteorologische Messungen seine Bahnen ziehen. Grund dafür ist eine luftchemische Messkampagne, die vom 3. Juni bis 12. Juli 2002 von den Jülicher Atmosphärenforschern durchgeführt wird. Ziel des Vorhabens ist es, die Emissionen von organischen Verbindungen aus dem Waldbestand zu ermitteln, um deren Beitrag zur Ozonbildung in Sommersmoglagen zu bestimmen.

Wissenschaftler des Instituts Troposphäre (ICG-II) untersuchen den Einfluss eines Mischwaldbestandes auf die Atmosphäre. Im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsvorhabens ECHO (Emission und chemische Umwandlung biogener flüchtiger organischer Verbindungen) benötigen die Wissenschaftler zusätzlich zu den umfangreichen Boden gebundenen Messungen im Waldbestand Informationen aus der Atmosphäre über den Baumkronen - vor und hinter dem Waldgebiet. Dazu wird ab Mittwoch ein kleines Motorflugzeug eingesetzt, ausgestattet mit empfindlichen Messgeräten.

Bis zum 12. Juli werden an vier bis sechs Werktagen die Flugzeugmessungen jeweils von 10 bis 18 Uhr stattfinden. Häuser außerhalb des Forschungszentrums und die Reaktoren werden nicht überflogen. Die Unterschreitung der Mindestflughöhe wurde behördlich genehmigt.

Das eingesetzte einmotorige Flugzeug ist eines der leisesten Motorflugzeuge. Zwei der eingesetzten Piloten sind Linienpiloten mit mehr als 10.000 Stunden Flugerfahrung. Der Kooperationspartner MetAir hat bereits eine langjährige Erfahrung mit der Durchführung von meteorologischen Forschungsflügen.


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