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Mädchen-Technik-Tag am Forschungszentrum Jülich

Zweiter Info-Tag für Schülerinnen in diesem Jahr

[21. März 2002]

Am 21. März fand am Forschungszentrum Jülich ein Mädchen-Technik-Tag für Haupt- und Gesamtschülerinnen statt. 62 Schülerinnen aus Schulen des Nordkreises Düren haben einen Vormittag lang gesägt, gemixt und gelötet, und dabei erfahren, dass naturwissenschaftlich-technisches Arbeiten sehr reizvoll sein und Spaß machen kann.

Für Mädchen, die über einen naturwissenschaftlichen oder handwerklich-technischen Beruf nachdenken, bietet der Mädchen-Technik-Tag am Forschungszentrum Jülich Anregungen und Hilfestellungen. Bei der letzten Veranstaltung im Januar waren die Teilnehmerinnen begeistert, das ergab die Auswertung der Fragebögen, die die Mädchen nach den praktischen Arbeiten ausfüllten. Eine Kostprobe: "Ich hab' jetzt einen ganz anderen Eindruck in die Physik bekommen. Ich hab' mehr verstanden als in der Schule."

Insbesondere zeigten die Fragebögen vom Januar, dass die praktischen Angebote sehr genau den Bedürfnissen und Interessen der Schülerinnen entsprechen. Für die Veranstalterinnen, die Regionalstelle Frau und Beruf und die Gleichstellungsstelle des Kreises Düren, das Forschungszentrum Jülich, die Gleichstellungsstelle der Stadt Jülich, die Berufsberatung des Arbeitsamtes Düren und der Verein Ada Lovelace Mentoring, ist das eine klare Bestätigung, dass sie mit ihrem Programm genau ins Schwarze getroffen haben.

Auch dieses Mal hatten die teilnehmenden Schülerinnen bereits bei der Anmeldung angegeben, welches Gebiet sie besonders interessiert. Zwei der vier angebotenen Ausbildungsbereiche Mechanik, Elektronik, Physik und Chemie konnten sie nun kennen lernen. Wer sein Talent im Umgang mit Metall und Bohrmaschine ausprobieren wollte, war in der Mechanik-Werkstatt richtig. Unter Anleitung erfahrener Ausbilder und Ausbilderinnen sägten die Mädchen einen Flaschenöffner in Fußform und fertigten einen Spielwürfel an. In der Elektronik-Werkstatt lernten sie die Arbeitsgebiete einer Elektronikerin kennen und stellten einen elektronischen Würfel her. Im Chemielabor mixten die Mädchen eine Hautcreme und im Physiklabor bauten sie ein Chaos-Pendel und experimentierten mit seinen seltsamen Bewegungen. Selbstverständlich durften sie alles "selbst gemachte" mit nach Hause nehmen.

Mädchen, die zum Mädchen-Technik-Tag eingeladen werden, besuchen die achte Klasse. Im Alter von 13 bis 14 Jahren haben viele noch keinen konkreten Berufswunsch. "Wir wollen diese Mädchen auf keinen Fall zu einem naturwissenschaftlich-technischen Beruf ‚überreden', sondern ihnen mögliche Wege aufzeigen und so eine sachlich fundierte Entscheidung ermöglichen", erläutert Dr. Sybille Krummacher vom Forschungszentrum Jülich die Idee, die hinter den Mädchen-Technik-Tagen steht. "Andererseits denken viele Mädchen durchaus schon über einen naturwissenschaftlich-technischen Beruf nach. Das zeigt, wie wichtig Veranstaltungen wie der Mädchen-Technik-Tag sind, denn in dem Alter, in dem wir die Schülerinnen ansprechen, ist das Interesse an Naturwissenschaft und Technik offensichtlich vorhanden. Diese Neigungen wollen wir aufgreifen und stärken." Das große Lob seitens der teilnehmenden Mädchen gibt den Veranstalterinnen Recht. Im nächsten Jahr, bereits dem vierten, wollen sie die Veranstaltung fortsetzen.

Weitere Informationen:
Angela Stefan, Regionalstelle Frau und Beruf, Tel. (0 24 21) 22 28 35
Dr. Sybille Krummacher, Forschungszentrum Jülich, Tel. (0 24 61) 61 22 06.


2002-10-MTT_Maerz_01-klein_jpgIn der Elektronik-Werkstatt fertigen die Schülerinnen unter fachkundiger Anleitung einen elektronischen Würfel.
Quelle: Forschungszentrum Jülich


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