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Mehr Sicherheit für Lebensmittel

"Kooperationspreis Food Processing NRW 2002" für Isotopenanalyse

[5. Dezember 2002]

Am 4. Dezember erhielten das Forschungszentrum Jülich, die AgroIsolab GmbH und die Agrosom GmbH gemeinsam den Kooperationspreis Food Processing des Landes Nordrhein-Westfalen. Für das Forschungszentrum nahm die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dorothee Dzwonnek den Preis im Rahmen einer Feierstunde in Dortmund entgegen. Die AgroIsolab GmbH verwendet die Isotopenanalyse, um die Herkunft von Lebensmitteln zu analysieren. Die Gründung des jungen Unternehmens ergab sich aus einer zweijährigen erfolgreichen Kooperation zwischen dem Forschungszentrum Jülich und der Agrosom GmbH in Echem.

Der Wettbewerb "Kooperation und Innovation in der Prozesskette Food-Processing NRW" prämiert die innovativsten und wirtschaftlich sinnvollsten Kooperationen in der Ernährungsindustrie. Ein Punkt dabei ist sicherlich die möglichst rasche und effektive Rückverfolgung der Herkunft verschiedenster Lebensmittel, denn Rinderwahnsinn, Maul- und Klauenseuche und Nitrofenskandal haben Verbraucher und Handel tief verunsichert. So wurde der diesjährige "Sonderpreis" an eine Kooperation vergeben, die sich speziell diesem Problem widmet: Mithilfe der Isotopenanalyse kommt die junge Firma AgroIsolab fast jedem Etikettenschwindel auf die Spur. Die Methode wurde unter der Leitung von Prof. Hilmar Förstel im Forschungszentrum Jülich in den letzten Jahren bis zur Marktreife optimiert.

Bei der Isotopenanalyse wird die Tatsache ausgenutzt, dass chemische Elemente wie Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel in der Natur in unterschiedlich schweren Varianten - in unterschiedlichen Isotopen - vorkommen. Die Wissenschaftler ermitteln nun, welches Isotop eines Elementes zu welchem Anteil in einer Lebensmittelprobe vorkommt: Dieser "isotope Fingerabdruck" ist charakteristisch für eine bestimmte Herkunftsregion. "Wir können einen Isotopen-Atlas erstellen und anhand dieser Daten bestimmen, woher ein Produkt stammt", erklärt Markus Boner. "Das gilt für Kartoffeln und Butter genau wie für Getreide und Rindfleisch." Der Lebensmittelchemiker ist Entwicklungsleiter der AgroIsolab GmbH und ehemaliger Mitarbeiter im Isotopenlabor des Forschungszentrums Jülich.

Im April 2001 schloss das Forschungszentrum Jülich einen Kooperationsvertrag mit der Agrosom GmbH (Echem) ab, die die in Jülich entwickelten Methoden der Isotopenanalyse vermarkten sollte. Bereits ein gutes Jahr später entstand daraus die AgroIsolab GmbH. Diese Ausgründung des Isotopenlabors wurde vom Technologie-Transfer-Büro (TTB) des Forschungszentrums begleitet. "Die AgroIsolab GmbH demonstriert den Willen des Forschungszentrums Jülich wissenschaftliche Erkenntnisse durch eine erfolgreiche Ausgründung in die Praxis zu überführen", kommentiert Reinhold Wagner von TTB.

Inzwischen gehören namhafte Firmen des Lebensmittelhandels, Behörden und Erzeugergemeinschaften zum Kundenkreis der jungen Firma, die im Forschungszentrum Jülich ansässig ist. Durch den Kooperationspreis wird sie sicher noch viele interessierte Unternehmen auf sich aufmerksam machen.

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Am 4. Dezember nahmen im Harenberg-City-Center in Dortmund Dorothee Dzwonnek (rechts), Stellvetretende Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Markus Boner (2.v.r., Agroisolab GmbH) und Jörg Lickfett (3.v.r., Agrosom GmbH) den Sonderpreis des Wettbewerbs "Kooperation und Innovation in der Prozesskette Food-Processing NRW" entgegen.

Foto: Food-Processing Initiative e.V.


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