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Forschung und Praxis ziehen an einem Strang

Forschungszentrum Jülich wird Gesellschafter der AgroIsolab GmbH

[24. Oktober 2002]

Seit Montag ist das Forschungszentrum Jülich fünfter Gesellschafter der AgroIsolab GmbH. Die am Forschungszentrum ansässige Firma ist eine Ausgründung des früheren Jülicher Isotopenlabors, das unter der Leitung von Prof. Hilmar Förstel stand. Mit der in Jülich entwickelten Isotopenanalyse überprüfen die Mitarbeiter von AgroIsolab beispielsweise Lebensmittel auf ihre Herkunft. Zu ihren Kunden zählen namhafte Firmen des Lebensmittelhandels, Behörden und Erzeugergemeinschaften.

Chemische Elemente wie Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel kommen in unterschiedlich schweren Varianten - in unterschiedlichen Isotopen - vor. Bei der Isotopenanalyse untersuchen die Wissenschaftler, welches Isotop eines Elementes zu welchem Anteil in einer Probe vorkommt: Diese Anteile sind charakteristisch für eine bestimmte Herkunftsregion. "So können wir quasi einen Isotopen-Atlas erstellen und anhand dieser Daten bestimmen, woher ein Produkt stammt", erklärt Markus Boner. "Das gilt für Kartoffeln und Butter genau wie für Getreide und Rindfleisch." Der Lebensmittelchemiker ist einer der beiden Geschäftsführer der AgroIsolab GmbH und ehemaliger Mitarbeiter im Isotopenlabor des Forschungszentrums Jülich: In den letzten dreieinhalb Jahren hat er dort gemeinsam mit Hilmar Förstel und Anna Figura die Isotopenanalyse bis zur Marktreife optimiert.

Im April 2001 schloss das Forschungszentrum Jülich einen Kooperationsvertrag mit der Agrosom GmbH (Echem) ab, die die in Jülich entwickelten Methoden der Isotopenanalyse vermarkten sollte. Bereits ein gutes Jahr später entstand daraus die AgroIsolab GmbH. Diese Ausgründung des Isotopenlabors wurde vom Technologie-Transfer-Büro (TTB) des Forschungszentrums begleitet. "Die Isotopenanalytik zum Herkunftsnachweis von Lebensmitteln ist ein typisches Beispiel dafür, wie Forschungsergebnisse aus der Grundlagenforschung zum Nutzen für Jedermann entwickelt wurden", erläutert Reinhold Wagner von TTB.

Mit seiner Beteiligung unterstützt das Forschungszentrum eine Firma, deren Service im Sinne von Produktsicherheit und Verbraucherschutz immer wichtiger und auch in der breiten Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen wird. Zudem hat das frühere Isotopenlabor bereits viele Kunden gewonnen, die nun von AgroIsolab bedient werden. Schließlich wird sich durch die Beteiligung des Forschungszentrums eine intensive Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen entwickeln - auf dass Praxis und Forschung möglichst viel voneinander profitieren können.

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Sie besiegelten beim Notartermin den Einstieg des Forschungszentrums in die Jülicher AgroIsolab GmbH: (v.l.n.r.) Markus Boner, Jörg Lickfett, Anna Figura (alle AgroIsolab), Christian Naumann (Leiter Geschäftsbereich Recht und Patente, Forschungszentrum Jülich) und Dorothee Dzwonnek (Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Forschungszentrum Jülich).

Foto: Forschungszentrum Jülich


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