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Hohe Auszeichnung für Jülicher Wissenschaftler

[23. Juli 2002]

Syed M. Qaim, Leiter der Forschungsgruppe "Nukleare Daten und Radionuklidproduktion" im Institut für Nuklearchemie des Forschungszentrums Jülich und Außerplanmäßiger Professor an der Universität zu Köln, wurde als Assoziiertes Mitglied in die "Third World Academy of Sciences (TWAS)" berufen. Er erhielt die hohe Auszeichnung für seine hervorragenden Forschungsarbeiten sowie sein großes Engagement für die Wissenschaft in der Dritten Welt.

Die TWAS ist eine unabhängige Akademie mit Wohnsitz in Triest, Italien. Sie wird weitgehend von der UNESCO finanziert. Ihre Hauptaufgabe ist die Förderung der Wissenschaft in der D ritten Welt. Aus den ca. 700 berufenen Mitgliedern sind etwa 110 Assoziierte Mitglieder aus den Industrienationen, darunter bisher nur drei aus der Bundesrepublik Deutschland. Prof. Qaim unternahm mehrere Expertenmissionen im Rahmen der UNO, fungierte als Fakultätsmitglied bei internationalen Sommerschulen, veranstaltete Sonderkurse in mehreren Ländern, koordinierte Forschungsprojekte zwischen Deutschland und einigen Ländern und förderte die Aus- und Weiterbildung von über 30 Wissenschaftlern aus Entwicklungsländern in Jülich. Die ihm zuerkannte neue Ehrung ist auch eine indirekte Würdigung der allgemeinen Hilfeleistung des Forschungszentrums Jülich für die Wissenschaft in der Dritten Welt.

Prof. Qaim ist deutscher Staatsbürger pakistanischer Abstammung. Während seiner langjährigen Tätigkeit beim Forschungszentrum Jülich ist er vielfach geehrt worden. Für seine grundlegenden kernchemischen Studien erhielt er die Eötvös-Medaille der Ungarischen Physikalischen Gesellschaft und für seine anwendungsorientierten Arbeiten zur Entwicklung neuerer medizinisch relevanter Radionuklide die JARI-Medaille der Pergamon-Press. In Anerkennung seiner allgemeinen wissenschaftlichen Leistungen wurden ihm der Verdienstorden "Sitara-i-Imtiaz" der Republik Pakistan sowie die Ehrenbürgerschaft und die Ehrendoktorwürde der Kossuth Universität in Debrecen, Ungarn, verliehen.

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Prof. Dr. Syed M. Qaim

Foto: privat


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