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Frauen und Technik? - Warum nicht?

Mädchen-Technik-Tag am Forschungszentrum Jülich

[31. Januar 2002]

61 Schülerinnen sind am 31. Januar der Einladung ins Forschungszentrum Jülich gefolgt: Am Mädchen-Technik-Tag, einem Info-Tag für Schülerinnen, haben sie einen Vormittag lang gesägt, gemixt und gelötet - und so ihre praktischen und technischen Fähigkeiten kennen gelernt.

"Was soll ich bloß werden?", diese Frage kommt auf jeden Schüler und jede Schülerin zu. Sie ist nicht einfach zu beantworten, denn die Liste möglicher Berufe ist lang. "Und woher soll ich überhaupt wissen, was mir Spaß macht, wie kann ich meine Talente ausprobieren?" Für Mädchen, die auch über einen naturwissenschaftlichen oder handwerklich-technischen Beruf nachdenken, bietet der Mädchen-Technik-Tag am Forschungszentrum Jülich Anregungen und Hilfestellungen.

Im dritten Jahr in Folge fand dieser Info-Tag für Schülerinnen ab der achten Klasse am Forschungszentrum Jülich statt. Die Veranstalter, die Regionalstelle Frau und Beruf und die Gleichstellungsstelle des Kreises Düren in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich, der Gleichstellungsstelle der Stadt Jülich, der Berufsberatung des Arbeitsamtes Düren und dem Verein Ada Lovelace Mentoring, erhielten in diesem Jahr 61 Anmeldungen von Gymnasial- und Realschülerinnen des Nordkreises Düren.

Nach der Begrüßung durch Harald Müller-Montué, Leiter des Geschäftsbereiches Personal am Forschungszentrum Jülich, konnten die Schülerinnen - vielleicht angehende Physik- und Chemielaborantinnen, Industrieelektronikerinnen oder Industriemechanikerinnen - gleich loslegen. Bereits bei der Anmeldung hatten sie angegeben, welches Gebiet sie besonders interessiert, und zwei der vier angebotenen Ausbildungsbereiche konnten sie nun kennen lernen: Unter Anleitung erfahrener Ausbilder und Ausbilderinnen sägten die Mädchen in der Mechanik-Werkstatt einen Flaschenöffner in Fußform, in der Elektronik-Werkstatt stellten sie einen elektronischen Würfel her, im Chemielabor mixten sie eine Hautcreme und im Physiklabor bauten sie ein Chaos-Pendel und experimentierten mit seinen seltsamen Bewegungen.

Im Anschluss an die praktische Arbeit sollten die Schülerinnen beurteilen, ob und wie ihnen die Arbeit in den Ausbildungswerkstätten und -labors gefallen hat. Bei der Auswertung der Fragebögen stellte sich im letzten Jahr unter anderem heraus, dass erstaunlich viele Mädchen in dem Alter einen naturwissenschaftlich-technischen Berufswunsch haben. Wenn allerdings die Berufsentscheidung ansteht, ist dieses Interesse anscheinend verschwunden. "Das zeigt, wie wichtig Veranstaltungen wie der Mädchen-Technik-Tag sind, denn in dem Alter, in dem wir die Schülerinnen ansprechen, ist das Interesse an Naturwissenschaft und Technik offensichtlich vorhanden. Diese Neigungen wollen wir aufgreifen und stärken", meint Dr. Sybille Krummacher vom Forschungszentrum Jülich. "Wir wollen die Mädchen aber auf keinen Fall zu einem naturwissenschaftlich-technischen Beruf 'überreden', sondern ihnen mögliche Wege aufzeigenund so eine sachlich fundierte Entscheidung ermöglichen." Auch Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind den Organisatorinnen stets willkommen. Denn: Bereits am 21. März steht der nächste Mädchen-Technik-Tag für Haupt- und Gesamtschülerinnen an.

Weitere Informationen: Angela Stefan, Regionalstelle Frau und Beruf, Tel. (0 24 21) 22 28 35, und Dr. Sybille Krummacher, Forschungszentrum Jülich, Tel. (0 24 61) 61 22 06.

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In der Mechanik-Werkstatt (links) feilt eine Schülerin unter fachkundiger Anleitung einen fußförmigen Flaschenöffner, im Chemielabor (rechts) experimentieren zwei Schülerinnen mit den Zutaten einer Hautcreme. Und das beste: Alles, was sie selbst hergestellt hatten, konnten die Mädchen mit nach Hause nehmen.

Fotos: Forschungszentrum Jülich


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