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Forschungszentrum Jülich informiert erneut über Katastrophenschutzplanung

[5. Juni 2003]

Das Forschungszentrum Jülich wird in der kommenden Woche eine Informationsschrift an die Bevölkerung im näheren Umkreis verteilen. Das Faltblatt informiert erneut über Notfallschutzpläne für den Forschungsreaktor DIDO, der für Neutronenforschung eingesetzt wird. Die Informationsbroschüre ist mit den zuständigen Behörden, dem Kreis Düren und dem NRW-Ministerium für Mittelstand, Energie und Verkehr, abgestimmt. Die Strahlenschutzverordnung schreibt diese Art der Information alle fünf Jahre vor; erstmals war ein Faltblatt im Jahr 1998 erschienen.

Für seine vielfältigen Forschungsaufgaben betreibt das Zentrum - neben zahlreichen anderen wissenschaftlichen Großgeräten - den Forschungsreaktor DIDO. Damit werden Neutronenstrahlen erzeugt, die Einblicke in das Innere der Materie erlauben. Dazu Prof. Dr. Joachim Treusch, der Vorstandsvorsitzende: "Neutronen sind heute aus der Wissenschaft - von der Grundlagenforschung bis zur anwendungsnahen Forschung in den Werkstoffwissenschaften, Biologie oder Medizin - nicht mehr wegzudenken."

Beim Betrieb dieses Forschungsreaktors entstehen durch Kernspaltung radioaktive Stoffe. Prof. Treusch weiter: "Zahlreiche Maßnahmen sorgen dafür, dass diese "Spaltprodukte" sicher eingeschlossen bleiben. Inzwischen schauen wir auf 40 Betriebsjahre zurück. In dieser Zeit sind keine Störungen aufgetreten, durch die Menschen oder die Umwelt gefährdet worden wären." Auch in Zukunft seien solche Störungen nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen.

Vorsorge fragt aber nicht nach der Wahrscheinlichkeit eines Unfalls - sie unterstellt ihn einfach. Deshalb wurde bei der zuständigen Behörde, dem Kreis Düren, schon vor 30 Jahren ein Katastrophenschutzplan entwickelt. Darin wird ein ganzes Bündel von Maßnahmen beschrieben, die in einem solchen Fall zum Schutz der Bevölkerung getroffen würden. "Dass wir diese Information in Form eines Faltblattes verschicken, ist einzig und allein auf die gesetzlichen Vorschriften zurückzuführen", so Dorothee Dzwonnek, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums. "Die Anlage ist genauso sicher wie vorher. Auch wenn wir überzeugt sind, dass ein Unfall nie eintreten wird: Die Bevölkerung sollte die Katastrophenschutzplanung kennen. Deshalb wird dieses Informationsblatt verschickt."

Prof. Treusch weiter: "Wer sich Zukunft auf seine Fahnen schreibt, trägt dafür auch eine besondere Verantwortung. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und nehmen sie aktiv wahr - durch unsere hohen wissenschaftlichen und betrieblichen Standards, durch die Qualifikation und Sorgfalt unserer Mitarbeiter, durch die Strenge unserer Sicherheitsvorkehrungen und durch unsere Informationsbereitschaft gegenüber unseren Nachbarn."

Weitergehende Fragen beantwortet die Öffentlichkeitsarbeit des Forschungszentrums unter der Telefon-Nr. 02461 61-4661. Anfragen können auch per E-Mail an die Mail-Adresse info@fz-juelich.de geschickt werden.

Die Broschüre kann kostenlos bei der Öffentlichkeitsarbeit a.winkens@fz-juelich.de werden. Weiterhin steht sie als PDF-Datei zum Download bereit (121 KB).


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