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Tiefflüge über dem Stetternicher Forst

Atmosphärenforscher starten luftchemische Messkampagne

[7. Juli 2003]

Wie schon im letzten Jahr wird ab Montag, den 7. Juli, über dem Stetternicher Forst und angrenzenden Gebieten ein Motorflugzeug in einer Höhe von 50 Metern seine Bahnen ziehen. Grund dafür ist eine luftchemische Messkampagne der Atmosphärenforscher des Forschungszentrums Jülich. Ziel des Vorhabens ist es, die Emissionen von organischen Verbindungen aus dem Waldbestand zu bestimmen, um deren Beitrag zur Ozonbildung in Sommersmoglagen zu untersuchen.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens ECHO ("Emission und chemische Umwandlung biogener flüchtiger organischer Verbindungen") untersuchen Wissenschaftler des Instituts Troposphäre (ICG-II) den Einfluss eines Mischwaldbestandes auf die Atmosphäre. ECHO wird vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Atmosphärenforschungsprogramms AFO 2000 gefördert. Neben den umfangreichen bodengebundenen Messungen im Waldbestand benötigen die Wissenschaftler auch Informationen aus der Atmosphäre über den Baumkronen - vor und hinter dem Waldgebiet. Dazu wird ab Montag ein kleines Motorflugzeug eingesetzt, ausgestattet mit empfindlichen Messgeräten.

Bis zum 31. Juli werden an fünf bis sechs Werktagen die Flugzeugmessungen jeweils im Zeitraum von 10 bis 18 Uhr stattfinden. Rund um das Waldstück sind für jede Flugrichtung ausreichend Notlandeplätze vorhanden, um aus jeder Flughöhe mit entsprechender Geschwindigkeitsreserve sicher landen zu können. Das direkte Überfliegen von Häusern außerhalb des Geländes des Forschungszentrums kann somit vermieden werden. Eine Genehmigung zur Unterschreitung der Mindestflughöhe liegt vor. Die Reaktoren auf dem Gelände des Forschungszentrums werden nicht überflogen.

Das eingesetzte einmotorige Flugzeug ist eines der leisesten Motorflugzeuge. Der Kooperationspartner MetAir hat bereits eine langjährige Erfahrung mit meteorologischen Forschungsflügen.


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