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Schulministerin Ute Schäfer besucht Forschungszentrum

Neue Leitlinien der Berufsausbildung werden vorgestellt

[18. Dezember 2003]

Jülich, 18. Dezember 2003 - Nachwuchssicherung, Qualität und ein Bekenntnis zum "Dualen System" - das sind drei Beispiele für Grundsätze, die das Forschungszentrum Jülich für seine Berufsausbildung aufgestellt hat. Die insgesamt zehn Leitlinien stehen im Mittelpunkt, wenn am Donnerstag dieser Woche Ute Schäfer, Ministerin für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen, das Forschungszentrum besucht.

Die Ministerin wird am Donnerstagmorgen von Dorothee Dzwonnek begrüßt und anschließend die Zentrale Berufsausbildung besichtigen. Klaus-Rainer Schubert und seine Mitarbeiter zeigen der Ministerin dabei die Herstellungsschritte für das ganz-heitliche Ausbildungssystem "MONALISA" sowie in den mechanischen Ausbildungswerkstätten eine Buttonpresse und "Juliatel", beides Projektarbeiten, die in Kooperation mit dem Berufskolleg Jülich entstanden sind.

Besonders interessiert ist die Ministerin an den kooperativen Ausbildungsprojekten des Forschungszentrums. Im Rahmen des in Deutschland praktizierten "Dualen Systems" - ausbildungsbegleitender Unterricht findet in Berufsschulen statt - arbeitet das Forschungszentrum Jülich sehr eng unter anderem mit dem Berufskolleg Jülich zusammen. Dazu Ute Schäfer: "Die Lernortkooperation hier in Jülich ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Berufsausbildung weiterentwickelt und den Anforde-rungen des Arbeitsmarkts angepasst werden kann. Unsere Schulen brauchen starke Partner wie das Forschungszentrum Jülich."

"An unterschiedlichen Lernorten werden gleichzeitig und gemeinsam Inhalte erarbeitet", erläutert Klaus-Rainer Schubert, der Leiter der Zentralen Berufsausbildung. "Ein Roboter, der im Forschungszentrum steht, kann vom Berufskolleg aus kontrolliert und gesteuert werden. Inhalte können didaktisch und methodisch so aufbereitet werden, dass sie mit größtmöglicher Praxisnähe - per Konferenzschaltung via Internet - in direktem Kontakt zum Unternehmen vermittelt werden."

Fast 3500 Absolventen
Berufsausbildung im Forschungszentrum Jülich ist fast so alt wie das Zentrum selbst. Schon sehr früh galt es, Nachwuchs in zukunftsorientierten Berufen heranzubilden. Stand zu Beginn der eigene Personalbedarf im Vordergrund, so hat sich dieses in der Vergangenheit geändert. "Für unsere komplexen Aufgaben sind wir auf exzellente wissenschaftliche, technische und administrative Nachwuchskräfte angewiesen", betont Dorothee Dzwonnek, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums. "Aber heute bilden wir sogar weit über den eigenen Bedarf aus. Damit nehmen wir unsere Verantwortung innerhalb der Euregio wahr. Und mit einer Ausbildungsquote von 8 Prozent sind wir einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region." Seit 1959 wurden fast 3500 junge Menschen erfolgreich ausgebildet. Gut 150 von ihnen - das sind etwa 4,3 Prozent - haben ihre Prüfung mit "sehr gut" bestanden. Außerdem hat das Forschungszentrum 22 Kammer- und Innungsbestesowie Landesbeste, einen Bundessieger und sogar einen Weltmeister hervorgebracht. Allen Absolventen wird ein Halbjahres-Vertrag angeboten, damit sie in dieser Zeit erste Erfahrungen als junge Fachkräfte sammeln und - losgelöst vom Prüfungsdruck - innerhalb und außerhalb des Zentrums eine geeignete Stelle suchen können.

Vorreiter ist das Forschungszentrum auch in didaktischer Hinsicht: Schon vor zwölf Jahren wurde mit "MONALISA" ein Ausbildungssystem entwickelt, das als Warenzeichen eingetragen wurde und von der Lehrmittel-Firma Christiani vertrieben wird. Auszubildende der Elektroberufe bauen im Laufe ihrer Ausbildung statt kleinerer Musterschaltungen ein voll funktionsfähiges, vielseitig einsetzbares Gerät u.a. mit Netzteil, Verstärker, Mischpult und Akkuladegerät. Nach Fertigstellung eines jeden Bauteils zeigt die Funktionsprüfung den Erfolg an. Und das Beste daran: Die Auszubildenden dürfen das Gerät anschließend behalten. Namhafte Unternehmen, wie z.B. Porsche, Bosch, ABB und Siemens, arbeiten heute ebenfalls damit.

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Foto: Forschungszentrum Jülich


Informationen:

Peter Schäfer
Stellvertretender Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-8028, Fax 02461 61-8106
E-Mail: p.schaefer@fz-juelich.de

Mechthild Hexamer
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel. 02461 61-4661, Fax 02461 61-4666
E-Mail: m.hexamer@fz-juelich.de


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