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Wissen, was drin ist

Neue Ausgabe des Magazins "Forschen in Jülich" zum Thema "Analytik"

[13. April 2004]

Wissen, was drin ist - das ist das Ziel aller Analytik. Sind Schadstoffe im Boden, Schwermetalle in Algen oder Kupferspuren im Blut enthalten? Ist ein Siliziumkristall so makellos, dass er den Anforderungen der Halbleiterindustrie genügt? Was verraten Millionen Jahre alte Gesteins­formationen über die Geschichte der Alpen? Wie reagieren Nervenzellen auf Psychopharmaka? Unterschiedlichste analytische Methoden können all diese Fragen beantworten - und noch viele mehr. So klärt die magnetische Kernresonanz-Spektroskopie auf, wie krankmachende Proteine agieren, die Chromatographie entlarvt Industrie­chemikalien in Äpfeln und die Massenspektrometrie hilft Solarzellen auf die Sprünge oder bringt kleinste Spuren von Verunreinigungen zur Strecke. Auf 34 Seiten begibt sich die neue "Analytik"-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Forschen in Jülich" auf "Spurensuche im Hochreinen", hilft "Zellen durchschauen" undstellt "Geballtes Know-how" vor.

In vielen der über dreißig Institute des Forschungszentrums Jülich werden analytische Methoden zurate gezogen - in der Arzneimittelforschung ebenso wie in der Molekularbiologie und Biotechnologie, in der Material- und Energieforschung ebenso wie in der Mikroelektronik. Auch in viele Bereiche des täglichen Lebens dringen analytische Methoden immer stärker vor, angefangen bei der Medizin über die Qualitätskontrolle von Wasser bis hin zur Lebensmittelanalytik und -überwachung. So überprüfen Wissenschaftler mit der Massenspektrometrie etwa die Herkunft von Lebensmitteln. Kommt das Rindfleisch wirklich aus Argentinien, das Geflügel tatsächlich vom norddeutschen Bio-Bauern? Die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre haben es gezeigt: Auf das Etikett ist bei dieser Frage nicht immer Verlass.

Um die Vielfalt analytischer Methoden und die zahlreichen Probleme, die sie lösen können, vorzustellen, begibt sich "Forschen in Jülich" auf eine Reise quer durch viele verschiedene Institute des Forschungszentrums. Startpunkt ist die Zentralabteilung für Chemische Analysen, die selbst die kniffligsten analytischen Probleme löst - für Jülicher Wissenschaftler ebenso wie für externe Kunden. Dabei ist eine analytische Methode meist nicht auf ein spezielles Problem fixiert. Umgekehrt ist ein Problem nicht immer mit einer einzigen analytischen Methode zu lösen. Es ist die geschickte Kombination mehrerer Methoden, die zum Erfolg führt - das ist wahre Detektivarbeit. Und gilt für Solarzellen und Gasturbinen genauso wie für Pflanzen und Böden.

Oft hat der Analytiker das Problem, dass der gesuchte Stoff in einem Gemisch vorliegt oder nicht rein genug ist. Er braucht Methoden, um Stoffe aufzutrennen oder ihre Reinheit zu überprüfen. Moderne Trennverfahren stehen heute hoch im Kurs: Mit chromatographischen Methoden haben Jülicher Wissenschaftler beispielsweise Nonylphenole - gefährliche Abbauprodukte einer bestimmten Klasse von Tensiden - in sehr vielen Lebensmitteln nachgewiesen. Mit Fluoreszenz-Verfahren analysieren sie rund 300 000 Liter unterschiedlichster Luftmischungen im riesigen Teflonsack der Atmosphären-Simulationskammer SAPHIR ebenso wie den Inhalt einzelner Zellen. Letztere fassen gerade einmal wenige Picoliter - milliardstel Milliliter. Mit der magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie (NMR) entschlüsseln die Wissenschaftler die chemische Struktur von Molekülen - vom "kleinen" Abkömmling des Kokain-Moleküls bis zum "großen"Protein mit mehreren tausend Atomen. Der inneren Struktur von Brennstoffzellen-Bauteilen oder von Millionen Jahre alten Gesteinsformationen kommen sie mithilfe der Neutronenstreuung auf die Spur.

Auf 34 Seiten zeigt das neue Magazin aus der Reihe "Forschen in Jülich", wie wichtig und vielseitig Analytik ist - in der Forschung wie im täglichen Leben.

Sie können "Forschen in Jülich - Analytik" und weitere Publikationen online bestellen.

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Bestellung:

Annemarie Winkens
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-8027, Fax 02461 61-8282
E-Mail: a.winkens@fz-juelich.de


Pressekontakt:

Dr. Renée Dillinger
Wissenschaftsjournalistin
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich, Germany
Tel. ++ 49 2461 61-4771, Fax ++49 2461 61-4666
E-mail: r.dillinger@fz-juelich.de

Mechthild Hexamer
Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel. ++49 2461 61-4661, Fax ++49 2461 61-4666
E-Mail:m.hexamer@fz-juelich.de


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