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Schilddrüsentherapie in Jülich wieder möglich

Nuklearmedizinische Therapiestation der Uniklinik Düsseldorf im Forschungszentrum nach Sanierung wieder geöffnet

[23. August 2004]

Nach einer einjährigen Grundsanierung wurde jetzt die Wiedereröffnung der Nuklearmedizinischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Forschungszentrum Jülich gefeiert. Rund 100 interessierte Ärzte und Mitarbeiter aus Pflege sowie dem medizinisch technischen Bereich hörten Fachvorträge zur Schilddrüsenüberfunktion und deren Therapiemöglichkeiten. Ab dem 30. August wird die Klinik für Schilddrüsentherapie - eine der renommiertesten in Deutschland - ihre Türen wieder für Patienten öffnen.

Die Therapiestation wurde für rund eine Millionen Euro modernisiert und entspricht nun den neuesten Vorschriften der Strahlenschutzverordnung. Es wurde eine leistungsstarke Lüftungsanlage für einen optimalen Luftaustausch installiert; die Bäder wurden komplett erneuert. Zwölf Betten stehen für Patienten bereit, die an einer gut- oder bösartigen Schilddrüsenerkrankungen leiden und eine Radiojodtherapie benötigen.

In der Nuklearmedizinischen Klinik am Standort Jülich werden die Patienten mit radioaktivem Jod 131 behandelt und bleiben anschließend einige Tage stationär in der Klinik. Dies verlangt die Strahlenschutzverordnung.

"Früher dauerte der Aufenthalt 10 bis 14 Tage", erklärt Dr. Hubertus Hautzel, Stellvertretender Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik. "Heute sind durch die Novellierung des Strahlenschutzes nur noch etwa fünf Tage nötig. So können wir rund 1500 Patienten im Jahr behandeln, die bei uns auch ihre ambulante Vor- und Nachsorge erhalten."

Bei der Schilddrüsenüberfunktion handelt es sich um eine häufige Erkrankung mit etwa 50.000 bis 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Die Ursachen sind unterschiedlich; am häufigsten ist die Schilddrüsenüberfunktion infolge einer Autoimmunerkrankung (Morbus Basedow) oder einer Schilddrüsenautonomie ("heiße" Knoten). Dagegen erkranken nach einer Statistik der Deutschen Krebshilfe pro Jahr lediglich rund 2800 Menschen an Schilddrüsenkrebs. Die Heilungschancen dieser vergleichsweise seltenen Krebsform sind allerdings mit 95 Prozent sehr hoch. Voraussetzung ist jedoch eine konsequente und lebenslange Therapie.


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Foto: Forschungszentrum Jülich


Pressekontakt:

Peter Schäfer
Stellvertretender Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-8028, Fax 02461 61-8106
E-Mail: p.schaefer@fz-juelich.de

Annette Stettien
Wissenschaftsjournalistin
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-2388, Fax 02461 61-4666
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de


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