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Deutsch-Türkischer Umweltworkshop "Nachhaltige Entwicklung und Ökosysteme"

[8. Mai 2004]

Vom 5. bis 7. Mai 2004 fand im Forschungszentrum Jülich ein deutsch-türkischer Workshop zum Thema "Nachhaltige Entwicklung und Ökosysteme" statt. Der bilaterale Workshop diente der Stimulierung deutsch-türkischer Kooperationen mit der Perspektive einer Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms der EU. Er wurde vom Internationalen Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner TÜBITAK (Nationaler Forschungsrat der Türkei) organisiert.

Der Workshop wurde von der Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Forschungszentrums Jülich, Dorothee Dzwonnek, und Peter Wenzel-Constabel, Vertreter des BMBF, eröffnet. Leiter der elfköpfigen türkischen Delegation war Prof. Mustafa Tiris, Direktor des Instituts für Energiesysteme und Umweltforschung am TÜBITAK Marmara Research Center, Istanbul.

Neben Informationen zu Stand und Perspektiven der Europäischen und der jeweiligen nationalen Forschungsprogramme im Bereich Globale Veränderungen und Ökosysteme standen folgende Fachthemen im Vordergrund: Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffe, Wasserkreislauf und bodenspezifische Aspekte, Biologische Vielfalt und Ökosysteme, Mechanismen von Wüstenbildung und Naturkatastrophen sowie Strategien einer nachhaltigen Landnutzung. Diese Themen sind auch Teil des Arbeitsprogramms "Globale Veränderungen und Ökosysteme" des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU.

Die beitragenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen wurden auf der Basis ihrer europäischen bzw. internationalen Forschungsaktivitäten und Zielsetzungen für die deutsch-türkische Zusammenarbeit ausgewählt. Von den für internationale Forschungskooperationen wichtigsten Akteuren waren auf dem Workshop neben den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) und Umwelt (BMU) die EU-Kommission, die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vertreten. Als besondere Gäste nahmen führende Vertreter von EUROTÜRK, einer in der Euregio besonders aktiven deutsch-türkischen Gesellschaft, teil.

In einer 'brainstorming session' erarbeiteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine sehr konstruktive Situations-Analyse und daraus abgeleitete konkrete Handlungsempfehlungen. Diese beinhalten die Einrichtung eines Themen-bezogenen e-mail-Forums, einer Internet-Seite und eines elektronischen Newsletters, die regelmäßige Fortführung des Workshops im ca. jährlichen Wechsel zwischen der Türkei und Deutschland, die Durchführung multilateraler Themen-bezogener Workshops für WTZ-Partner auch aus anderen Ländern, Fortbildungs-Angebote zu (internationalem) Projektmanagement und zur erfolgreichen Antragstellung bei der EU, aber auch die Bereitstellung weiterer Mittel für den Wissenschaftleraustausch.

Deutschland ist im Im- und Export der wichtigste Handelspartner der Türkei. Über 1.000 deutsche Unternehmen investieren dort und erschließen Marktpotenziale, darunter Weltfirmen wie Siemens und Mercedes Benz, aber auch viele kleine und mittelständische Unternehmen. In Forschung und Bildung ist Deutschland nach den USA der zweitwichtigste Kooperationspartner für die Türkei. In keinem anderen Land studieren so viele Türkinnen und Türken wie bei uns; 2002 erhielten knapp 600 Türkinnen und Türken eine Förderung durch den Akademischen Austauschdienst DAAD.

In der Türkei bieten 77 Universitäten mit 26.000 promovierten Fakultätsmitgliedern sowie rund 275 Forschungszentren und Institute ein attraktives Forschungsumfeld. Es existieren mehr als 70 Kooperationsvereinbarungen zwischen deutschen und türkischen Hochschulen. Englischsprachige Universitäten hohen Qualitätsstandards in der Türkei, deutschsprachige Studiengänge in Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik in Istanbul sowie zwei deutschsprachige naturwissenschaftliche Abteilungen an der Hacettepe-Universität in Ankara bieten für Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland ein noch wenig genutztes Potenzial. Neue Perspektiven ergeben sich durch die Beteiligung der Türkei an Europäischen Programmen wie dem 6. Forschungsrahmenprogramm und SOKRATES/EUREKA.

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Foto: Forschungszentrum Jülich


Weitere Informationen:

Dr. S. Krummacher
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel.: 02461 61-2206
E-Mail: s.krummacher@fz-juelich.de


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