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Ministerpräsident Peer Steinbrück besuchte Jülich

[24. August 2004]

Peer Steinbrück, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte am 24. August das Forschungszentrum Jülich. Er wurde begleitet von seiner Frau, Dr. Gertrud Steinbrück, und dem Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung Hartmut Krebs. Der Ministerpräsident zeigte sich nach dem Besuch sehr angetan.

Prof. Joachim Treusch empfing die Gäste am Haupteingang des Forschungszentrums. Erste Station des Besuchs war das Ernst-Ruska-Centrum für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen (ER-C). Prof. Knut Urban, Direktor am Institut für Festkörperforschung und einer der Direktoren des ER-C, erläuterte den Aufbau und die Aufgaben des Zentrums, das gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen gegründet worden war und das als nationale Entwicklungs- und Nutzereinrichtung für höchstauflösende Elektronenmikroskopie und -spektroskopie über einen der weltweit leistungsfähigsten Geräteparks verfügt. Dr. Martina Luysberg demonstrierte an einer Materialprobe die Auflösung und Präzision der sog. abberationskorrigierten Elektronenoptik, deren Entwicklung in den vergangenen Jahren einen weltweiten Innovationsschub in der elektronenoptischen Industrie ausgelöst hat.

Im Institut für Medizin empfingen Prof. Gereon Fink und Dr. Jon N. Shah die Gäste. Prof. Fink erläuterte die Jülicher Hirnforschung, für die vier bildgebende Verfahren zur Verfügung stehen. Damit gelang es aufzuklären, wo Aufmerksamkeitsstörungen und andere Ausfallerscheinungen im Gehirn ihren Ursprung haben. Diese Arbeiten können helfen, neue Therapien für Patienten zu entwickeln, deren Gehirn - etwa durch einen Schlaganfall - geschädigt wurde. Dr. Shah führte die Gäste dann zu dem neuen Magnetresonanz-Tomographen, der eine magnetischen Feldstärke von 4 Tesla aufweist und dadurch besonders detaillierte Hirnbilder erstellen kann.

Eine unvorhergesehene Stipvisite legten auf Bitte von Frau Steinbrück Gastgeber und Gäste im neuen Gewächshaus des Instituts Phytosphäre ein, wo sie "PhyTec", das neue Gewächshaus, besichtigten.

Den Schlusspunkt unter den mehr als zweistündigen Besuch bildete dann - wieder programmgemäß - der Besuch im Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik. In diesem Institut unter der Leitung von Prof. Detlev Stöver werden Werkstoffe zum Beispiel für die Brennstoffzelle synthetisiert und Herstellungsverfahren entwickelt. Weitere Anwendungen für neuartige Werkstoffe sind keramische Schutzschichten für Turbinenschaufeln, die höheren Betriebstemperaturen standhalten und damit zu einer besseren Energieausbeute beitragen.

Im anschließenden Pressegespräch zeigte sich der Ministerpräsident sehr angetan von der Vielfalt und Attraktivität der Jülicher Arbeiten. Er lobte besonders die enge Verflechtung Jülichs mit den Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Steinbrück wies darauf hin, dass es in NRW eine für Europa einmalige Konzentration von Forschung und Lehre gebe. Er kündigte an, bei seinem Vortrag in der Sitzung des Bundeskabinetts in der kommenden Woche Jülich als leuchtendes Beispiel hervorzuheben.


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Dr. Martina Luysberg demonstrierte an einer Materialprobe die Auflösung und Präzision der sog. abberationskorrigierten Elektronenoptik.

Foto: Forschungszentrum Jülich


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Stipvisite im neuen High-Tech-Gewächshaus des Instituts Phytosphäre (v.l.n.r.): Prof. Joachim Treusch, Dr. Gertrud Steinbrück, Ministerpräsident Peer Steinbrück, Prof. Ulrich Schurr.

Foto: Forschungszentrum Jülich


Pressekontakt:

Peter Schäfer
Stellvertretender Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-8028, Fax 02461 61-8106
E-Mail: p.schaefer@fz-juelich.de


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