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Von Antimaterie bis Kernfusion - Jülich zeigt wie´s geht

Das Forschungszentrum Jülich beteiligt sich wieder mit zahlreichen Aktivitäten am Einsteinjahr

[1. Juni 2005]

Jülich, 1. Juni 2005 - Spannende Experimente aus der aktuellen Forschung auf dem Einsteinschiff, ein Spickzettel zu Einsteins Postulaten für Schüler und Erwachsene und Mitmachaktionen im Schülerlabor JULAB - das sind die Beiträge des Forschungszentrums Jülich zum diesjährigen Wissenschaftssommer im Einsteinjahr in Berlin.

"Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist es besonders wichtig, die Öffentlichkeit über die Leistungen der Wissenschaft und ihre Bedeutung für die Zukunfts­sicherung zu informieren", begründete Prof. Joachim Treusch, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, das Engagement des Forschungszentrums im Wissenschaftssommer. "Dabei wollen wir nicht den Zeigefinger erheben, sondern die Bürger quer durch alle Alterstufen und gesellschaftlichen Gruppen zum Gespräch mit uns und zum Nachdenken über unsere Arbeit ermuntern."

Treusch ist zugleich Vorsitzender des Lenkungsausschusses der gGmbH "WiD - Wissenschaft im Dialog", die 1999 von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet wurde, um den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu verbessern. Seitdem hat sich auch das Forschungszentrum Jülich in jedem Jahr mit großem Engagement an den Wissenschaftsjahren beteiligt.

Allein drei der Exponate auf dem Ausstellungsschiff "MS Einstein" stammen aus Jülich, ein weiteres entstand gemeinsam mit den Jülichern. Passend zum Einsteinjahr erschien vor wenigen Tagen die "EinsteinCard" - ein Spickzettel im Scheckkartenformat, der Einsteins wichtigste Arbeiten allgemeinverständlich darstellt. Das Schülerlabor JULAB schließlich zeigt zum Auftakt des Wissenschaftssommers, wie Forschung funktioniert.

Weitere Informationen:


Pressekontakt:

Annette Stettien
Wissenschaftsjournalistin
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-2388, Fax 02461 61-4666
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de




Von Antimaterie, Kernfusion und dem Kern der Dinge

Antimaterie-Simulator
Ein Blick durch die Luke des "Anti-Materie-Tanks" zeigt die gefangenen Teilchen im Innern. Magnetfelder halten die Partikel auf einer leuchtenden Kreisbahn fest und verhindern, dass sie die Behälterwand berühren. Der Bahnradius lässt sich nun von außen regulieren, in dem man das Magnetfeld verstärkt oder schwächt. Auch in den großen Beschleunigeranlagen nutzten Physiker magnetische und elektrische Felder, um Anti-Teilchen zu erzeugen und einzufangen.

Wie funktioniert Kernfusion?
Ein Glasring ist mit den Gasen Argon und Helium gefüllt. Durch eine versteckte Mi­krowellenantenne im Tisch werden die Gase gezündet und bilden ein heißes Plasma. Bringt man nun Magnete in die Nähe, schnürt sich das Plasma ein, und die Gasteilchen berühren nicht mehr die Glaswand. In Fusionsexperimenten, wie dem TEXTOR im Forschungszentrum Jülich, schützt dieser Effekt die Behälterwände vor dem bis zu 100 Millionen Grad heißen Plasma, in dem Atomkerne verschmelzen und Energie freisetzen.

Streuexperiment
Über die Rampe schießen Kugeln auf einen Metallkörper und werden abgelenkt. Die umgebenden Löcher fangen die abgeprallten Geschosse auf. Jeder Metallkörper, den man nun in die Mitte stellt, erzeugt ein anderes Muster von abgeprallten Teilchen. So funktioniert Teilchenphysik: Beschleunigte Teilchen werden auf Proben geschossen. Umgebende Sensoren fangen die abgeprallten Teilchen auf. Aus dem Muster erkennen die Physiker an Beschleunigern wie etwa dem COSY im Forschungszentrum Jülich die Struktur der Elementarteilchen und studieren die Kräfte zwischen den Bausteinen der Materie.

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Weitere Informationen: MS Einstein

Einstein für Einsteiger: die EinsteinCard des Forschungszentrums Jülich

Die "EinsteinCard" steht in einer Reihe mit Karten, die seit einigen Jahren zu einer beliebten Spezialität des Forschungszentrums Jülich anlässlich der jeweiligen Wissenschaftsjahre geworden sind. Ihr volles Potenzial entfaltet die Einstein-Karte im wahrsten Sinn des Wortes in Originalgröße. Auf zwei Seiten - größer als DIN A 4 - erklärt sie Themen wie die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie, den Photoeffekt - für den Einstein den Nobel-Preis erhielt - aber auch Phänomene, die der Alltagserfahrung völlig widersprechen wie Zeitdehnung und Längenkontraktion. Die EinsteinCard selbst ist kostenlos. Für Schulen ist auch der Versand portofrei. Alle anderen Interessenten bekommen sie, wenn sie einen frankierten, an sich selbst adressierten Rückumschlag senden an:

Annemarie Winkens
Forschungszentrum Jülich
Öffentlichkeitsarbeit
52425 Jülich
Fax: 02461 61-8282
E-Mail: a.winkens@fz-juelich.de

(Porto für 1 Exemplar = 0,55 €, für 2 Exemplare: 0,95 €, für 3 und mehr Exemplare 1,44 € auf B6- oder DIN-lang-Umschlag)

Atome sortieren im Schülerlabor JULAB des Forschungszentrums Jülich

Während des Wissenschaftssommers vom 11. bis zum 19. Juni laden Helmholtz-Schülerlabore auf dem Bebelplatz in Berlin zum Experimentieren ein. Das JULAB des Forschungszentrums Jülich ist von Samstag, 11. Juni, bis Montag, 13. Juni, dabei.

Hast du schon mal Atome "sortiert"? Mit der speziellen Vorrichtung, die das Forschungszentrum Jülich präsentiert, kannst du die Kräfte, die zwischen Atomen wirken, unmittelbar spüren und dir aus Molekülen und Atomen einen Nanodraht "bauen". Außerdem kannst du mit einem von Schülern gebauten Rastertunnel-Mikroskop die Nanowelt sichtbar machen - eine Welt, in der nicht in Metern, sondern in Millionstel Millimetern gemessen wird! Außerdem wirst du dich wundern, wie "blitzschnell" deine Ohren hören können...


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Weitere Informationen:

JuLab - das Schülerlabor des Forschungszentrum Jülich


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